Ausstrahlung bei "Aktenzeichen XY"
Mordversuch aus dem Hinterhalt: Neue Hinweise durch TV-Beitrag

Wadersloh -

Der 55-jährige Fahrer eines Kleinwagen ahnte nichts, als plötzlich ein Betonfuß auf sein Auto krachte. Zum Glück ging die Geschichte am 10. Oktober 2018 vom Schaden her vergleichsweise glimpflich aus. Für die Polizei war dies kein „Dumme-Jungen-Streich“. Sie setzte eine Mordkommission ein. Knapp ein Jahr später wurde der Fall am vergangenen Mittwoch (13. November 2019) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY-ungelöst“ vorgestellt.

Donnerstag, 14.11.2019, 14:50 Uhr aktualisiert: 14.11.2019, 16:16 Uhr
Ein 28 Kilo schwerer Bakenfuß zerschmetterte die Auto-Frontscheibe.
Ein 28 Kilo schwerer Bakenfuß zerschmetterte die Auto-Frontscheibe. Foto: Polizei Münster

Zehn Anrufe gingen bei der Polizei in Münster am Donnerstag nach Ausstrahlung des Wadersloher Betonklotz-Falls (vom 10. Oktober 2018) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY-Ungelöst“ ein.

„Ob eine heiße Spur dabei ist, müssen wir noch sehen“, sagte Andreas Bode, Pressesprecher der zuständigen Polizei Münster, auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten. „Wir gehen allen Hinweisen nach.“ Bode fragt sich allerdings, warum sich die Anrufer nicht schon früher gemeldet haben.

In der ZDF-Sendung gab es auch neue Einzelheiten zur Tat. So soll das Opfer, nachdem der Fuß der Warnbake auf sein Auto schleuderte, die Brücke in Wadersloh hinauf gelaufen sein, um die mutmaßlich drei Täter zu verfolgen. Der Versuch scheiterte jedoch – das Opfer befand sich noch unter Schock.

Der Autofahrer leidet bis zum heutigen Tag unten den Folgen des Warnbaken-Wurfs. Er musste seinen Beruf als Busfahrer aufgeben. Die drei Täter sollen zuvor schon eine Flasche Wodka auf ein fahrendes Auto geworfen haben, das sie verfehlten. Nachdem der Betonfuß das Auto auf der B58 getroffen hatte, fuhr einer der drei jungen Männer mit seinem Auto von der Brücke weg. Er ließ die beiden anderen Männer zurück.

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Experten vermuten, dass die Täter aus Wadersloh kommen. Hinweise nimmt die Polizei in Münster unter '  02 51 /27 50 entgegen.

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