Münsters Musikinstitutionen ziehen Bilanz des Jubiläumsjahres
Aufbruch mit vereinten Kräften

Münster -

Die Jubiläumswoche ist vorüber. Musikschule, Musikhochschule und Sinfonieorchester Münster ziehen eine positive Bilanz. Und mit dem Musik-Campus liegt eine verheißungsvolle Kooperationsmöglichkeit zur Planung auf dem Tisch.

Montag, 18.11.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 19.11.2019, 09:20 Uhr
Ein Höhepunkt des Jubeljahres: Das Lortzing-Oratorium im Dom unter Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg krönte die November-Festwoche „100 Jahre Münster Musik“
Ein Höhepunkt des Jubeljahres: Das Lortzing-Oratorium im Dom unter Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg krönte die November-Festwoche „100 Jahre Münster Musik“ Foto: Peter Leßmann

Die Carmina Burana auf dem Prinzipalmarkt zu Pfingsten, eine Festwoche zum krönenden Abschluss, dazwischen ein konzertanter Jahresreigen und ein politischer Grundsatzbeschluss des Rates für einen MusikCampus in Münster: Die drei münsterischen Musikinstitutionen Westfälische Schule für Musik, Musikhochschule und Sinfonieorchester können guten Mutes in die etwas stillere Jahreszeit starten.

Generalmusikdirektor Golo Berg zog am Montag Bilanz: „Nach sehr intensiven, erschöpfenden, vor allem aber beglückenden Monaten blicke ich mit großem Stolz und mindestens ebenso großer Dankbarkeit zurück. Es ist uns gelungen, die Musik in den Mittelpunkt städtischer Wahrnehmung zu rücken, in Erinnerung zu rufen, in welch hohem Maße Musik seit Langem schon wichtiger Aspekt münsterischer Lebensart ist.“

Mit den Buch- und CD-Veröffentlichungen und einer Reihe von hochklassigen Konzerten hätten Münsters Musiker neue Maßstäbe gesetzt, meinte Berg. „Dankbar bin ich vor allem den Musikerinnen und Musikern des Sinfonieorchesters, aber auch allen hinter der Bühne, die auf hohem Niveau Enormes geleistet haben.“ Ausgehend von diesem Jubiläumsjahr und den Weichenstellungen könne in Münster mit dem Musik-Campus „etwas Großartiges entstehen“.

Die Festwoche, die im Lortzing-Oratorium „Die Himmelfahrt Christi“ im Paulus-Dom gipfelte und am Sonntag endete, dokumentierte noch einmal die musikalische Vielfalt der Stadt. „Durch das Jubiläumsjahr ist die Zusammenarbeit zwischen uns Musikinstitutionen noch intensiver geworden“, erklärte Stephan Fro­leyks, der Prodekan der Musikhochschule Münster. „Wir fühlen uns gestärkt, freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind gespannt, was die uns Zukunft bringen wird. Wir sind bereit!“

Bereits mit der Wahl des Werks für die Eröffnung der Festwoche hatten das Sinfonieorchester, die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule Münster mit der Auftragskomposition für die Stadt Münster ein Ausrufezeichen gesetzt. NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poens­gen ermunterte ebenso wie Oberbürgermeister Markus Lewe dazu, die Chance eines Musik-Campus zu nutzen.

Die Deutsche Streicherphilharmonie war ebenfalls Gratulant der Festwoche. Musikhochschule und Musikschule reihten sich in den Konzertreigen ein. Das „mensch.musik.festival“ mit Songs, Chansons und Schlagern der letzten 100 Jahre unter Beteiligung von insgesamt 240 Studierenden setzte der Festwoche das Sahnehäubchen auf. Und zum Abschluss brachte der Fachbereich Gesang der Musikschule am Sonntag in der Petrikirche das ursprünglichste aller Instrumente zum Klingen: die menschliche Stimme.

„Die Festwoche bot in ihrer breiten Veranstaltungsvielfalt einerseits, dem Zusammenwirken der drei Jubelinstitutionen andererseits ein eindrucksvolles Bild, wie sich Münster-Musik innerhalb des Jubiläumsjahres entwickelt hat“, bilanziert Musikschuldirektorin Friedrun Vollmer. „So gesehen ist für uns das Jubiläum nicht ein Abschluss, sondern ein Aufbruch in eine neue musikalisch-kreative Ära von Münster.“

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