Erste „Come-and-See“-Messe in der Ludgeruskirche
Bewegend und experimentell

Albersloh -

Kommen und sehen: Das sind die zentralen Elemente eines neuen Gottesdienstformates. Premiere wurde in St. Ludgerus gefeiert.

Dienstag, 10.12.2019, 13:50 Uhr aktualisiert: 11.12.2019, 14:20 Uhr
In der stimmungsvoll illuminierten Ludgeruskirche nahmen zahlreiche Gottesdienstbesucher an der ersten „Come-and-See“-Messe teil.
In der stimmungsvoll illuminierten Ludgeruskirche nahmen zahlreiche Gottesdienstbesucher an der ersten „Come-and-See“-Messe teil.

Wer die Ludgeruskirche betrat, bekam als erstes einen Stempel aufgedrückt. „Getauft“ konnte danach auf den Handrücken der zahlreichen Gottesdienstbesucher gelesen werden, die an der ersten „Come-and-See“-Messe in der neu gestalteten Albersloher Kirche teilnahmen.

Ein Stempel zum „Einlass“

Die Kirchenbänke waren komplett mit erwartungsvollen Gottesdienstbesuchern besetzt. Doch bevor die Messe im stimmungsvoll illuminierten Kirchenraum begann, räumte Pfarrer Clemens Lübbers ein: „Wie das immer ist, wenn etwas neu ist, will was nicht klappen.“ Der neue Beamer, der noch kurz vor Messbeginn funktioniert hatte, streikte.

Gottesdienst mit Videoclips

Das rief den IT-Experten Martin Pälmke auf den Plan und ließ ihn kurzerhand improvisieren. „Wir setzen jetzt auf Plan B“, meinte der Albersloher, der kurzerhand per Laptop die für die Messe angedachten Videoclips auf die Kirchenwand projizierte.

Zu sehen waren Tauffeiern, wie sie unterschiedlich auf der Welt gefeiert werden. Die Bedeutung der Taufe zog sich dann auch durch den Gottesdienst, der experimentell gestaltet war – eine bewegende und bewegte Messfeier, die aktiv von den Gottesdienstbesuchern mitgetragen wurde.

Die Einladung „come and see“ oder „kommt und seht“ wird an jedem zweiten Sonntag im Monat von der Kirchengemeinde ausgesprochen. Mit Licht, Musik, Videoclips und Beteiligungselementen sollen spirituelle Momente entstehen, die alle Generationen bewegen. Die positiven Äußerungen nach der Premiere dürfen wohl erwarten lassen, dass auch bei den kommenden Messen die Bänke wieder voll besetzt sein werden.

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