Ein Jahresrückblick aus der virtuellen Welt
Die Lieblinge im Liker-Land

Ascheberg -

Soziale Netzwerke bringen Menschen zusammen und spalten die Gesellschaft. Von Kritikern werden sie als Ort von falschen Fakten und Hassreden gesehen. Wie kommen WN-Berichte dort an?

Dienstag, 31.12.2019, 10:00 Uhr
Die Treppchen-Plätze bei der Like-Rangliste der Facebook-Gruppe Ascheberg-Davensberg-Herbern belegten Stammzellenspender Marvin Elsner, Erkmann-Jubilarin Melanie Jans und der neue Fahrradhof der Familie Frye.
Die Treppchen-Plätze bei der Like-Rangliste der Facebook-Gruppe Ascheberg-Davensberg-Herbern belegten Stammzellenspender Marvin Elsner, Erkmann-Jubilarin Melanie Jans und der neue Fahrradhof der Familie Frye. Foto: hbm

Soziale Netzwerke bringen Menschen zusammen und spalten die Gesellschaft. Von Kritikern werden sie als Ort von falschen Fakten und Hassreden gesehen, sie verschärfen den Ton und vergiften das Klima. Wie kommen in dieser Welt Berichte der „Westfälischen Nachrichten“ weg? Was wird in der virtuellen Welt gelikt? Eine Übersicht über die Reaktionen auf WN-Berichte in der Facebook-Gruppe „Ascheberg-Davensberg-Herbern“ fördert nichts von dem zutage, was sozialen Netzwerken nachgesagt wird. Die Lieblinge der User sind positive Nachrichten, es sind Geschichten über Menschen, die Gutes getan haben.

Die Likes-Liste führt Marvin Elsner an. 139 Mal Daumen rauf, Herzchen oder erstaunte Smileys loben die Stammzellenspende des jungen Aschebergers. Vier Jahre nach der Typisierung hat Elsner für einen Leukämiepatienten gespendet und er stellt fest: „Ja, ich würde es wieder machen“.

Platz zwei überrascht im ersten Moment, aber auch nur dort. Denn die freundlichen Gesichter in Ascheberger Geschäften kennen viele Menschen. Mit der Familie Tillkorn haben Melanie Jans aus dem Geschäft Erkmann an der Himmelstraße 129 Menschen zum Silberjubiläum mit einem „Like“ gratuliert. Auf Platz fünf der Liste: Monika Kallwey mit 91 Likes, die seit 40 Jahren für die Familie Frenster arbeitet.

Ascheberg 2019 - der Rückblick

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Dazwischen stehen zwei Unternehmen, die etwas unternehmen: 105 Likes gab es für die Familie Frye, die mit ihrem neuen Fahrradladen an der Raiffeisenstraße Vollgas geben. Auf genau 100 Likes bringt es die Familie Stattmann mit dem Bericht über den beendeten Umbau, der hinter den Kulissen ein entspannteres Leben bringt.

78 Likes haben zwei Geschichten erhalten. Zehn Jahre ist Pfarrer Alfons Homölle schon aus Ascheberg weg. Der Bericht über das Leben seit dem Weggang und die Erinnerungen an die „schönste Zeit des Lebens in Ascheberg“ fanden die Facebook-Nutzer genauso gut wie die Leistung von Antonius Bomholt. Der Tischler-Lehrling hat den NRW-Wettbewerb seiner Zunft gewonnen. Bomholt taucht mit dem Bericht über die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ein zweites Mal in der Liste auf (63 Likes).

Die Schützenbrüder von St. Katharina Berg und Tal sind mit ihrem Weihnachtsmarkt am Suerbusch in eine Lücke vorgeprescht und erhalten auch in der digitalen Welt viel Applaus dafür (75 Likes). Platz neun geht wieder an eine Hilfsaktion: Martina Budek hat Haare für krebskranke Kinder gespendet. 72 Gruppenmitglieder finden das gut. Die Top Ten beschließt der Vorbericht zum Fest der Ascheberger Bürgerschützen. Königin Birgit Weber hat das Jahr ohne ihren verstorbenen Mann Frank, dafür aber mit dem Kegelclub „Freche Früchtchen“ absolviert. Neben dem Applaus im Schützenzelt, zeigen 70 Likes den Respekt der Facebook-Gemeinde.

Es folgt ein politischer Aufreger des Frühsommers: Bürgermeister Dr. Bert Risthaus hat einen – nie abgeschickten – Brandbrief an Angela Merkel, Andreas Scheuer und Rezo geschickt. Das fanden 66 Menschen so gut, dass sie bei Facebook den Daumen gehoben haben.

Die weiteren Platzierungen in aller Kürze:

64 Likes: Die Firma Nägeler ist früher vom Wohnhaus ins Gewerbegebiet gezogen und feiert das 50-Jährige Bestehen.

60 Likes: Die Junges des Westerbauer SV Erdbüsken haben sich zum 40-Jährigen ein Spiel in der irischen Hauptstadt Dublin gegönnt, wo sie nur „The Germans“ genannt werden.

58 Likes erhalten die protestierenden Bauern, die mit ihren Treckern in Ascheberg nach Münster starten.

57 Likes gehen an Sabine Küter, die sich nach längerer Wartezeit als neue Leiterin der Mariengrundschule auf die künftige Aufgabe freut.

56 Mal wird das Vorpreschen der Davensberger Vereine für den Zusatz „Damich“ auf den Ortsschildern gelobt.

54 User heben den Daumen für Paul Altenhövel und den Samstagabendkrimi um den Münster-Tatort.

53 Mal wird Lena Adamiks Haarpracht-Spende für Echthaar-Perücken gelobt.

Gleich vier Geschichten beschließen mit 52 Likes die Rangliste: Die Familie Stattmann hat 15 000 Euro für SOS-Kinderdörfer gespendet. Ewald Hömann, das Gesicht der Tankstelle Möllers/Kimmina geht mit 81 Jahren in Rente. Der Abschluss des Profilschuljahrgangs 2019 hat es ebenfalls auf die Liste geschafft. Und dann bleibt noch eine Etappe der WN-Sommerreise. Sie führte zu Dirk Loddenkemper in eine tierische Wohlfühloase, den Züricher Zoo.

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