Brände
Feuerwehrmann soll hinter Brandserie in Rheine stecken

Rheine -

Nach einer Brandserie hat die Polizei in Rheine einen Feuerwehrmann als mutmaßlichen Brandstifter ermittelt. Dem 21-Jährigen werde zur Last gelegt, seit dem Frühjahr 2018 immer wieder Brände im Ortsteil Eschendorf gelegt zu haben.  

Donnerstag, 02.01.2020, 13:53 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 14:41 Uhr
Brände: Feuerwehrmann soll hinter Brandserie in Rheine stecken
(Symbolbild) Foto: dpa

Die Ermittler gehen von etwa 40 Taten aus. Den Gesamtschaden schätzen die Ermittler auf rund eine Million Euro. 23 Taten hat der Tatverdächtige in den Vernehmungen konkret benannt und eingeräumt. Zu den übrigen Taten machte er keine detaillierten Angaben, offenbarte aber in der Vernehmung hierzu Informationen, die die Polizei als Täterwissen einstuft, wie ein Sprecher der Kreispolizei Steinfurt erläuterte. 

Anfangs hätten vor allem Altkleidercontainer gebrannt, später gingen Autos, Carports oder ein Gefahrguttransporter in Flammen auf. Menschen seien nie zu Schaden gekommen. «Wir gehen davon aus, dass sein Motiv eher im Privaten zu finden ist», erklärte der Polizeisprecher. Es scheine sich nach ersten Erkenntnissen jedenfalls nicht um einen Fall zu handeln, in dem sich ein Feuerwehrmann durch das Löschen selbstgelegter Brände habe profilieren wollen. Der Deutsche ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Kurz nach Weihnachten hatte ein Zeuge nach einem Feuer in einem Sportheim ein verdächtiges Fahrzeug bemerkt. Wenig später stoppte die Polizei ein solches Auto mit dem 21-Jährigen am Steuer. An Bord habe er Utensilien gehabt, die geeignet gewesen seien, ein weiteres Feuer zu legen, sagte der Sprecher. In seiner Vernehmung räumte er demnach mehr als 20 Fälle ein, andere bestritt er.

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