Konzertreihe in Friedenskirche
Gemeinschaft stiften und Freude wecken mit Musik

Senden -

Die Konzertreihe „Kirche macht Musik“ geht jetzt in ihre dritte Runde. Musik, die Gemeinschaft stiftet und tiefe Freude weckt, wird dabei mit der Verkündigung des Evangeliums verbunden. Weshalb der Leitspruch „Soli Deo Gloria“ (Gott allein sei Ehre), mit dem Bach seine Werke signierte, die Reihe begleitet.

Freitag, 07.02.2020, 06:19 Uhr
Die Konzertreihe Kirche macht Musik, hier das Gemeindekonzert, geht in eine neue Runde.
Die Konzertreihe Kirche macht Musik, hier das Gemeindekonzert, geht in eine neue Runde. Foto: di

Wenn eine Seele Nahrung braucht, kann diese von Gottes Wort kommen oder von der Musik. Oder von beidem zusammen. Der Gedanke, dass Musik tiefgreifende Freude weckt und ein inniges Gemeinschaftsgefühl stiftet, bildet einen Pfeiler bei der Konzertreihe „Kirche macht Musik“ der evangelischen Kirchengemeinde Senden, die jetzt in ihre dritte Auflage geht. Doch ohne die zweite Säule wäre das Konzept nicht tragfähig. Diese lautet: „Mit Musik auch verkündigen“, wie es Dr. Constanze Büdenbender im Gespräch mit den WN formuliert.

Bei der Ärztin im Ruhestand laufen die Fäden für die Konzertreihe zusammen, die an den „Sendener Orgelherbst“ anknüpft, mit dem Rüdiger Bausch als Presbyter und Motor im kulturellen Leben der Gemeinde Spuren hinterlassen hat. Trotz des „schönen Kleinodes“, wie Büdenbender, die Noeske-Orgel in dem Sendener Gotteshaus nennt, sollte die Königin unter den Instrumenten nicht allein die erste Geige spielen. Die behutsame Erweiterung des musikalischen Spektrums, die weniger kompakte Abfolge der Konzerte und die aktive Einbeziehung der Gemeindemitglieder hat Büdenbender maßgeblich mitgestaltet.

Wohl nicht von ungefähr hat die 68-Jährige diesen Part übernommen. Denn die Liebe zur Musik wurde ihr als Spross eines evangelischen Pfarrers gleichsam in die Wiege gelegt. „Bei uns zu Hause wurde viel gesungen, und zwar mehrstimmig. Das schaffte ein Gefühl der Zusammengehörigkeit in der gemeinsam erlebten Freude am Gesang und seiner Inhalte.“ Freude an der Musik und die Botschaft des Evangelium sollen „Kopf und Herz des ganzen Menschen erfassen“, betont Büdenbender, die als Ärztin weiß, wie stark die Empfindungen wirken, die nicht rational, sondern durch Klänge ausgelöst oder berührt werden.

„Kirche macht Musik“: Programm

Die dritte Auflage von „Kirche macht Musik“ startet am 23. Februar (Sonntag) um 18 Uhr mit dem „tamigu-Trio“. Dies bilden Tamara Buslova (Klavier, Orgel, Schlaginstrumente), Michael Nachbar (Violine) und Günther Wiesemann (Orgel, Schlaginstrumente, Sprecher). Gespielt werden in der evangelischen Friedenskirche unter anderem Werke von Bach, Händel und Mozart sowie moderne Literatur wie „Bist zu uns wie ein Vater“ von Hans Werner Scharnowski und Kompositionen des Trio-Mitglieds Wiesemann.Am 24. Mai (Sonntag), 18 Uhr, ist der Liedermacher Manfred Siebald in der evangelischen Friedenskirche zu Gast.Das Gemeindekonzert mit Akteuren aus dem Kreis der evangelischen Kirchengemeinde Senden steht am 20. September (Sonntag), 18 Uhr, auf dem Programm.

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Den Effekt, den spirituelle Konzerte auslösen, haben viele Besucher in den bisherigen Veranstaltungen erlebt. Obschon die Resonanz groß war, würden sich die Organisatorin und die Akteure freuen, wenn der Radius noch weiter gezogen würde. Alle Gäste sind willkommen. „Die Kirche ist offen für alle, aber nicht offen für alles“, zitiert Büdenbender den 2014 verstorbenen Leipziger Pfarrer und Bürgerrechtler Christian Führer.

Und sie ergänzt in Luthers klarer Sprache: „Musik ist die beste Stärkung für betrübte Menschen.“ Und alle Menschen könnten in der Musik die Verbindung Gottes mit den Menschen spüren, so Büdenbender.

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