Ratsfraktion wollen Resolution verabschieden
Gemeinsam gegen den B 51-Ausbau

Telgte -

In einer gemeinsamen Resolution, die am kommenden Donnerstag in der Ratssitzung verabschiedet werden soll, sprechen sich CDU, Grüne, SPD und FDP gegen einen Ausbau der B 51 auf Telgter Gebiet aus. Genannt werden darin die negativen Folgen einer Verbreiterung, aber auch die positiven Auswirkungen eines Verzichts.

Freitag, 07.02.2020, 18:25 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 20:03 Uhr
Die vier im Telgter Rat vertretenen Parteien wollen mit der Resolution gegen den Ausbau der Bundesstraße 51 ein Zeichen setzen.
Die vier im Telgter Rat vertretenen Parteien wollen mit der Resolution gegen den Ausbau der Bundesstraße 51 ein Zeichen setzen. Foto: Daniela Allendorf

Es gibt Themen, da herrscht unter den vier Parteien im Telgter Rat seltene Einmütigkeit. Sie sprechen sich in einem gemeinsamen Resolution, die in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 13. Februar, – um 17 Uhr im Rathaus – verabschiedet werden soll, gegen einen Ausbau der Bundesstraße 51 auf Telgter Gebiet aus.

CDU, Grüne, SPD und FDP fordern darin die Beibehaltung des vorhandenen Straßenquerschnitts und lehnen die vorgesehene Vierspurigkeit ab. Die Fraktionen setzen sich für den Erhalt der Lindenreihe und des Prozessionsweges mit den Bildstöcken ein. Die höhengleichen Anbindungen der Lauheider Straße, der Straßen Kiebitzpohl/Jägerhaus und der Hans-Geiger-Straße müssten erhalten bleiben.

Planfall fünf wird präferiert

Die vier Parteien sprechen sich dafür aus, den im Verkehrsgutachten der DTV-Verkehrsconsult erarbeiteten Planfall fünf (WN berichteten), der einen Ausbau aus Richtung Münster nur bis zur Lützowstraße vorsieht, vorzuziehen. Dadurch könnten mehrere gravierende Eingriffe vermieden werden. Entfallen könnte das Ersatzwegesystem mit den Anbindungen an die B 51 für den landwirtschaftlichen Verkehr.

Zudem erübrigten sich auch Eingriffe in Natur und Landschaft, die einen erheblichen sekundären Kompensationsbedarf und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen zur Folge hätten. Außerdem käme es nicht zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit, die bei einer Nutzung des Ersatzwegesystems durch Radfahrer und den landwirtschaftlichen Verkehr entstehen würde.

Vielzahl von positiven Effekten

Erhalten bliebe auch die „raumprägende Lindenreihe“ entlang der B 51. Gleiches gelte für die denkmalgeschützten Bildstöcke und den denkmalwerten Prozessionsweg als Kulturdenkmal mit hohem Identifikationswert für die Telgter Bevölkerung. Außerdem könnte eine Beeinträchtigung des Busverkehrs vermieden werden.

Sollte der Planfall fünf umgesetzt werden, würden die genannten negativen Folgen der von Straßen.NRW bevorzugten Variante vermieden werden. Die verkehrlichen Ziele, die für die B 51 erreicht werden sollen, könnten auch mit dem Planfall fünf realisiert werden. „Im Vergleich mit den vermeidbaren Eingriffen durch den Planfall fünf stellt sich im Ergebnis ein vierspuriger Ausbau der B 51 um Umfang des Planfalls eins als unverhältnismäßig dar“, heißt es in der Resolution abschließend.

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