Verstoß gegen Tierschutzgesetz
Gericht verurteilt Landwirt aus Hopsten zu Geldstrafe

Hopsten/Schale -

Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat das Amtsgericht Ibbenbüren jetzt einen Schaler Landwirt zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen verurteilt. Zudem belegte der Richter den 64-Jährigen mit einem einjährigen Tierhaltungsverbot.

Freitag, 21.02.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 17:43 Uhr
Verstoß gegen Tierschutzgesetz: Gericht verurteilt Landwirt aus Hopsten zu Geldstrafe
(Symbolbild) Foto: dpa

Die schlechten Haltungsbedingungen der etwa 100 Rinder hatte das Kreisveterinäramt Steinfurt im April 2019 bei einer unangekündigten Kontrolle festgestellt und Anzeige gegen den Landwirt erstattet. „Was nicht sein darf, ist eine Daueranbindehaltung“, erklärte Kreisveterinär Dr. Christoph Brundiers auf Anfrage. Und eben genau das sei auf dem Hof der Fall gewesen.

Ketten in Haut eingewachsen

Die Tiere hingen an zu kurzen und zu engen Ketten und das permanent, ohne den geforderten mindestens zweistündigen Freilauf bei dieser Art Haltung zu gewährleisten. Dadurch seien bei einigen Tieren die Ketten in die Haut eingewachsen gewesen und ein krankes Tier sei nicht adäquat versorgt worden, erklärte Jürgen Book, Sprecher des Amtsgerichts Ibbenbüren.

Und: „Der Mann war nicht böswillig, sondern einfach überfordert.“ Er sei ohne Rechtsanwalt zur Gerichtsverhandlung erschienen und habe sich vollständig einsichtig gezeigt. Inzwischen habe er die meisten Rinder bereits verkauft und wolle die Landwirtschaft nach eigener Aussage nun komplett aufgeben.

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