Überwachung in Ahlen
Landrat beantragt Fußfessel für Mörder

Warendorf/Marsberg -

Ein 2018 aus dem Gefängnis entlassener Frauen-Mörder ist nach Ablauf seiner Strafe und einer knapp zwei Jahre währenden Unterbringung in einem geschlossenen Wohnverbund auf freiem Fuß. Der Kreis Warendorf reagiert schnell.

Mittwoch, 04.03.2020, 17:16 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 18:23 Uhr
Die Polizei in Warendorf will den entlassenen Frauenmörder mit einer Fußfessel überwachen.
Die Polizei in Warendorf will den entlassenen Frauenmörder mit einer Fußfessel überwachen. (Symbolbild) Foto: Susann Prautsch

Nachdem ein aus der Haft entlassener Frauenmörder nicht mehr unter staatlicher Aufsicht steht, beantragt der zuständige Landrat Olaf Gericke (CDU), dass der Mann ein elektronisches Ortungssystem in Form einer Fußfessel tragen muss. Das Amtsgericht Marsberg hatte – wie berichtet – am Freitag die staatliche Betreuung und Unterbringung für den 29 Jahre alten Mann durch den Kreis Soest aufgehoben.

Er hatte vor mehreren Jahren eine Frau brutal getötet und war dafür vom Landgericht Hagen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. 2018 wurde er aus der Haft entlassen, danach war er in einem Wohnverbund des LWL untergebracht. Die Polizei geht – anders als ein Rechtsgutachter aus Berlin – davon aus, dass von dem Mann nach wie vor eine Gefahr ausgeht.

„Die Polizei steht im engen Kontakt mit dem Mann und er steht unter Beobachtung“, sagt Gericke weiter. Landesinnenminister Herbert Reul sicherte Gericke die Hilfe des Landes zu. Am Wochenende übernimmt die Kreispolizei in Warendorf die Observierung des Mannes, der persönliche Beziehungen nach Ahlen hat und dorthin ziehen möchte.

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