Rat präsentiert einmütig Resolution
Gegen Rassismus, Diskriminierung und Respektlosigkeit

Gronau -

Um sich gemeinsam klar gegen Rassismus zu positionieren, haben die Mitglieder des Gronauer Stadtrats am Mittwoch eine Resolution vorgetragen. Die Politiker stellten sich gemeinsam auf und jeder Fraktionssprecher beziehungsweise jedes fraktionslose Ratsmitglied las einen Teil des Textes vor.

Mittwoch, 04.03.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 07:35 Uhr
Auch bei der Präsentation der Resolution setzten die Ratsmitglieder auf den Schulterschluss: Sie stellten sich gemeinsam auf, jeder Fraktionssprecher las einen Teil der Resolution vor.
Auch bei der Präsentation der Resolution setzten die Ratsmitglieder auf den Schulterschluss: Sie stellten sich gemeinsam auf, jeder Fraktionssprecher las einen Teil der Resolution vor. Foto: Frank Zimmermann

Die Mitglieder des Gronauer Rats haben am Mittwoch eine Resolution gegen Rechtsextremismus vorgebracht. In einer Sitzungsunterbrechung sprachen sich die Ratsmitglieder einmütig für Solidarität, Toleranz und Respekt voreinander aus. Dabei setzten die Lokalpolitiker auch bei der Präsentation ein Zeichen. Sie stellten sich gemeinsam auf, und jeder der Fraktionssprecher beziehungsweise der fraktionslosen Ratsmitglieder las einen Teil der Resolution vor.

Wörtlich heißt es in der Resolution: „Die letzten Monate waren geprägt von rechtem Terror und Gewalt. Der Mord an Walter Lübcke (Kassler Regierungspräsident), die Morde und vielen Opfer in Halle und Hanau erschrecken zutiefst.

Vor diesem Hintergrund begrüßt und unterstützt der Rat der Stadt Gronau die Aktivitäten, die im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Gronau vom 16. bis 29. März stattfinden.

Wir positionieren uns deutlich gegen Rassismus, Diskriminierung und Respektlosigkeit; denn wir stehen ein für die gegenseitige Achtung aller Menschen.

In unserer Gesellschaft kann zwar jeder tun und lassen, was er will, jedoch nur, soweit er dadurch nicht die Rechte anderer verletzt (Artikel 2 Grundgesetz).

Solidarität, Toleranz und Respekt voreinander sind daher nicht nur die tragenden Fundamente unserer Verfassung, sondern zugleich auch unverzichtbare Elemente einer humanen Gesellschaft.

Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind die Werkzeuge, mit denen die Feinde unserer verfassungsmäßigen Ordnung diese tragenden Fundamente untergraben wollen. In letzter Zeit nehmen ihre Angriffe zu.

Es gehört daher gegenwärtig zu den vordringlichsten Aufgaben aller Bürgerinnen und Bürger, gemeinsam Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu ächten und zu bekämpfen.

Wir wollen mit unserer Unterstützung der Auftaktveranstaltung am 16. 3. 2020 um 18 Uhr am Alten Rathausturm ein Zeichen setzen für Solidarität, Toleranz und Respekt.“

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