Coronavirus in Senden
Zwölf weitere Infektionen bestätigt

Senden -

Aktuell sind in der Gemeinde Senden zwölf weitere Infektionsfälle mit dem Coronavirus bekannt geworden. Es handelt sich um Familienangehörige und andere Kontaktpersonen des 49-Jährigen, bei dem am Mittwoch im Clemenshospital das Virus festgestellt wurde. Die infizierten Personen wurden in häusliche Quarantäne geschickt.

Donnerstag, 05.03.2020, 09:23 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 09:44 Uhr
Wegen des Verdachts auf Coronavirus hat der Mediziner seine Praxis in Ottmarsbocholt aus Sicherheitsgründen für zwei Tage geschlossen.
Wegen des Verdachts auf Coronavirus hat der Mediziner seine Praxis in Ottmarsbocholt aus Sicherheitsgründen für zwei Tage geschlossen. Foto: Siegmar Syffus

Nachdem am Mittwoch Familienangehörige und andere Kontaktpersonen des mit dem Coronavirus infizierten 49-jährigen Sendeners getestet wurden, stehen nun zwölf weitere Covid-19-Infektionen in der Gemeinde Senden fest. Das haben Laborergebnisse bestätigt. Es handelt sich um Personen aus dem direkten familiären Umfeld und Freundeskreis des Erkrankten. Alle diese Ansteckungen erfolgten in Senden, teilt der Kreis Coesfeld mit.

„Bei allen bestätigten Personen waren die Krankheitsverläufe bisher ohne wesentliche Komplikationen“, berichtet Dr. Ewald Hibbe, der die Tests in der Gemeinde Senden durchgeführt hat. Besondere Vorsicht jedoch gelte für Personen mit vorbestehenden Erkrankungen der Atemwege, erklärt der Mediziner. Diese werden dringend gebeten, die bekannten Vorsichtshinweise zu beachten. „Es werden aktuell alle Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung zu vermeiden“, betont Hibbe.

Neben den bereits getesteten Personen gibt es weitere, die Kontakt mit dem infizierten Sendener hatten. „Einige haben wir noch nicht erreichen können, zum Beispiel, weil sie sich im Urlaub befinden“, räumt der in Ottmarsbocholt ansässige Arzt ein. Man müsse davon ausgehen, dass gegebenenfalls noch andere Personen infiziert worden seien.

Aktuell laufen weitere diagnostische Untersuchungen zur Erfassung der Kontaktpersonen. Es würden bei noch nicht Getesteten medizinische Abstriche genommen. Aus Sicherheitsgründen schloss Hibbe seine Praxis für Donnerstag und Freitag (5. und 6. März). „Zwei Mitarbeiter befinden sich aktuell in der Ausschlussdiagnostik“, heißt es auf einem Aushang an der Eingangstür. Der reguläre Betrieb soll am Montag (9. März) wieder aufgenommen werden. Die Praxis stehe „im engen Kontakt mit der Gesundheitsbehörde und der Gemeinde Senden“.

Das Kreisgesundheitsamt steht im direkten Austausch mit dem Erkrankten. Weitere Kontakte werden ermittelt und überprüft, teil der Kreis Coesfeld mit. Zeitnah werde über weitere Maßnahmen entschieden. Aktuelle Infos zum Coronavirus veröffentlich der Kreis im Internet.

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