Gegenstand von Autobahnbrücke geworfen
Behörden ermitteln wegen versuchten Mordes

Davensberg -

Der faustgroße Gegenstand, von der Autobahnbrücke auf einen Renault geworfen, ließ das Panoramadach zersplittern. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet, weil den Insassen nur mit Glück nichts Schlimmeres passierte.

Freitag, 06.03.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 18:18 Uhr
Die Brücke über den Rinkeroder Weg ist Tatort des  Geschehens vom Donnerstagabend. Der nebenstehende Funkmast ist ein guter Orientierungspunkt, wenn es um die Örtlichkeit geht.
Die Brücke über den Rinkeroder Weg ist Tatort des Geschehens vom Donnerstagabend. Der nebenstehende Funkmast ist ein guter Orientierungspunkt, wenn es um die Örtlichkeit geht. Foto: Theo Heitbaum

„Nur durch Glück wurden die Insassen nicht verletzt oder gar getötet, wir ermitteln wegen versuchten Mordes“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt einen schlimmen Vorfall, der sich am Donnerstag bei Davensberg ereignet hat. Nach dem Wurf eines bislang unbekannten Gegenstandes um 17.21 Uhr auf die Autobahn 1 ist eine Mordkommission im Einsatz. Das wird in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Coesfeld und der Polizei Münster berichtet.

Das Geschehen auf der A 1 stellt sich aus Sicht der ermittelnden Behörden so dar: Ein 26-Jähriger aus Bockhorn war mit seinem Renault in Richtung Dortmund unterwegs. In dem Wagen saßen auch seine beiden Kinder im Alter von ein und drei Jahren. Als das Auto die Brücke unter dem Rinkeroder Weg (Kreisstraße 40, direkt neben dem Davensberger Waldstadion) passierte, schleuderte der Täter den unbekannten, etwa faustgroßen Gegenstand auf die Autobahn. Der Wagen wurde am Dach getroffen, das Panoramadach zersplitterte vollständig.

„Nach ersten Zeugenaussagen soll der unbekannte Gegenstand von einem Mann geworfen worden sein, der längere Haare hat und von der Brücke mit einem blauen Fahrrad geflüchtet ist“, erklärte der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll. „Wir sind nun auf der Suche nach weiteren Zeugen, die Angaben zu dem Täter machen können“.

In die Fahndungsmaßnahmen am Donnerstagabend war neben zahlreichen Streifenwagen auch ein Polizeihubschrauber eingebunden. Hinweise zu dem unbekannten Täter nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02 51/27 50 entgegen. Wegen der Radwegebauarbeiten an der Amelsbürener Straße ist aktuell im Bereich des Tatorts nur wenig Verkehr unterwegs.

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