Unternehmen im Zeichen der Pandemie
Firmen reagieren unterschiedlich

Altenberge -

Schmitz Cargobull, Jüke Systemtechnik und Wessling sind überregional tätige Unternehmen, die aktuell keine nennenswerten Umsatzeinbußen haben. Sollte sich aber aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig etwas daran ändern, sind die drei Firmen darauf vorbereitet.

Donnerstag, 19.03.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 17:04 Uhr
In Zeiten der Corona-Krise wird den Mitarbeitern vieler Unternehmen
In Zeiten der Corona-Krise wird den Mitarbeitern vieler Unternehmen Foto: picture alliance/dpa

Schmitz Cargobull meldet bisher keine Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Pandemie. „Wir gehören als Hersteller von Sattelaufliegern, Aufbauten und Anhängern zu den Betrieben, die mit ihren Produkten die Versorgung für die Bevölkerung sicherstellen“, unterstreicht Anna Stuhlmeier, Pressesprecherin von Schmitz Cargobull.

Sicherheit

Deshalb werde die Produktion aufrechterhalten. „Wir sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter die größtmögliche Sicherheit bekommen, sich nicht mit dem Coronavirus zu infizieren“, bestätigt Stuhlmeier, dass Hygiene- und Schutzmaßnahmen soweit wie möglich in der Produktion umgesetzt werden. Für Mitarbeiter der Verwaltung von Schmitz Cargobull ist ein Homeoffice vorgesehen. „Das geht natürlich nicht in der Montage“, betont die Pressesprecherin.

Ob die Lieferfristen künftig eingehalten werden können, liege auch daran, inwieweit der Grenzverkehr vor allem in der EU eingeschränkt sei. Anna Stuhlmeier: „Wegen der verstärkten Kontrollen kann es natürlich zu Verzögerungen für unsere Kunden kommen.“

Quarantäne

Auch Jüke Systemtechnik, Dienstleister für Unternehmen aus der Medizintechnik, der Analysen-, Bio- und Labortechnik sowie der Photonik, hat, soweit es geht, auf die Corona-Pandemie reagiert. Zwei bis drei Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne. „Bis dato haben wir noch keinen Fall einer bestätigten Infizierung mit dem Coronavirus“, sagt Dr. Stephan Hüwel, Leiter Vertrieb & Marketing bei Jüke Systemtechnik. Lieferanten und Endkunden werden nicht persönlich besucht. „Wir beschränken uns auf Telefonate, E-Mails und Videokonferenzen“, so Hüwel.

Jüke ist als Dienstleister auch von den Unternehmen abhängig, an die es seine Bauteile liefert und die damit ihre Technikprodukte bestücken. „Wenn es dort hakt, könnte es auch bei uns haken“, zeigt der Leiter Vertrieb & Marketing auf. Aktuell befinden sich Mitarbeiter der Verwaltung bei Jüke nicht in einem Homeoffice. „Aber ein dafür relevanter Mitarbeiterkreis ist darauf vorbereitet. Sobald es nötig wird, können wir das Arbeiten von zu Hause veranlassen. Falls jedoch jemand in der Produktion am Coronavirus erkrankt, müssen wir die Abteilung schließen.“

Produktpuffer

Jüke Systemtechnik habe wie sonst üblich einen Produktpuffer angelegt, um die Lieferungen an seine Kunden für längere Zeit sicherzustellen. Momentan sei man in der Lage, die Kunden, mit denen das Unternehmen auch ungehindert kommunizieren könne, zu beliefern. Aktuell vermeldet Jüke Systemtechnik noch keine Umsatzeinbußen. Dr. Stephan Hüwel: „Das erste Quartal ist im Plan.“

Zum Leistungsangebot der Firma Wessling gehören die Laboranalytik und Beratung in den Bereichen Lebensmittel, Trinkwasser oder auch Abwasser. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Krise könne momentan niemand den weiteren Verlauf vorhersehen, meint Anne-Kathrin Ammermann, Pressesprecherin der Wessling GmbH. Das Unternehmen hat einen Krisenstab einberufen hat, der als zentrales Koordinationsteam auf internationaler Ebene fungiert. Alle Laboratorien arbeiten zurzeit ohne Einschränkungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Lieferfähigkeit sei damit aufrecht erhalten. Kunden können Wesslings Analytik- und Beratungsleistungen in gewohnter Weise beauftragen.

Schutz

Das Ziel sei der bestmögliche gesundheitliche Schutz aller Mitarbeiter, Geschäftspartner, Lieferanten und Dienstleister der Firma Wessling. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus‘ und den damit verbundenen aktuellen Entwicklungen habe Wessling zahlreiche Präventivmaßnahmen ergriffen. Grundlage seien dabei die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen. Die Ansprechpartner seien wie gewohnt per Telefon oder E-Mail zu erreichen. Dienstreisen werden auf das absolute Mindestmaß beschränkt und Termine möglichst per Videokonferenz durchgeführt oder verschoben.

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