Wilfried Thöne und Manfred Döpper planen Projekt
Eine WG nur für Senioren

Lüdinghausen -

Eine Senioren-WG planen Wilfried Thöne und Manfred Döpper gemeinsam mit einer Gruppe von Gleichgesinnten. Um die Idee umsetzen zu können, sind sie auf der Suche nach einem passenden Grundstück. Rund 2000 Quadratmeter sollte es umfassen. Erste Gespräche mit dem Bürgermeister haben schon stattgefunden.

Freitag, 03.04.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 15:02 Uhr
Wilfried Thöne (l.) und Manfred Döpper wollen mit einigen anderen Interessierten ein ganz besonderes Wohnprojekt in der Steverstadt umsetzen. Vorbild ist eine Senioren-Wohngemeinschaft, die der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf realisiert hat.
Wilfried Thöne (l.) und Manfred Döpper wollen mit einigen anderen Interessierten ein ganz besonderes Wohnprojekt in der Steverstadt umsetzen. Vorbild ist eine Senioren-Wohngemeinschaft, die der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf realisiert hat. Foto: Peter Werth

Die Idee ist nicht neu, aber dafür umso besser. Der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf hat sie mit seiner Frau und befreundeten Menschen schon vor einigen Jahren umgesetzt und rührt dafür die Werbetrommel – eine Senioren-Wohngemeinschaft. Wilfried Thöne und Manfred Döpper haben Gefallen an dieser Idee gefunden, ebenso wie ein gutes halbes Dutzend ihrer Freunde aus Lüdinghausen und Umgebung. Und so haben sich die beiden Steverstädter inzwischen intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt und sich vorgenommen, das auch in der Steverstadt zu realisieren.

„Wir suchen daher nach einem Grundstück.

Wilfried Thöne

„Wir suchen daher nach einem Grundstück“, sagt der 70-jährige Thöne. Es sollte um die 2000 Quadratmeter umfassen, um ein entsprechendes Bauvorhaben angemessen umsetzen zu können, ist er überzeugt. Schließlich soll das Objekt bis zu 18 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe fassen. Das Modell sieht Eigentumswohnungen vor, so Thöne. Mit ihrer Idee seien sie bei Bürgermeister Richard Borgmann auf offene Ohren gestoßen, erklärt Döpper. Der 67-jährige Unternehmer bezeichnet sich selbst erst seit kurzem als Ruheständler.

Einig sind sich die Initiatoren, dass die Wohngemeinschaft nicht der klassischen Studenten-WG entsprechen soll. „Jeder hat seinen eigenen Bereich, auch eine Küche“, sagt Thöne. Denn: „Wir sind alle Individualisten. Wir wollen verschiedene Interessen bündeln. Alles kann, nichts muss.“ So könnte bei Bedarf auch die eventuell notwendige Pflege von Mitbewohnern geregelt werden. Dazu soll in dem Haus zusätzlich ein Appartement für eine Pflegekraft eingerichtet werden.

Für ihr Grundstück bevorzugen Thöne und Döpper eine möglichst stadtnahe Lage „in einer gewachsenen Struktur“. Architektonisch anspruchsvoll soll die Bauausführung sein – „münsterländisch, verklinkert mit Sandstein-Elementen“.

Selbstredend würden ökologische Aspekte wie etwa eine Photovoltaik-Anlage ebenso berücksichtigt wie eine Außenlichtanlage, die „Licht-Verschmutzung“ vermeiden helfe. Geplant ist eine großzügige Grünanlage mit heimischen Sträuchern und Hecken, in der sich auch Insekten und Bienen ansiedeln. Abgerundet werde dies durch ein ganzjährig nutzbares hölzernes Teehaus sowie ein Teich. „Regenwassernutzung ist in dieser grünen Oase eine Selbstverständlichkeit“, sagen die Initiatoren.

In einem großzügigen Foyer soll einer Hotel-Lounge ähnlich ein Empfangs- und Aufenthaltsbereich realisiert werden. Dort solle eine „Concierge“ ansprechbar für Bewohner wie Besucher sein. Alle Ebenen des Objektes – auch die anvisierte Tiefgarage – soll barrierefrei über Aufzüge erreichbar sein.

Bei aller Individualität sehen Thöne und Döpper verschiedene Möglichkeiten, die Bewohner zu gemeinsamen Aktivitäten aufzurufen. So könnten gemeinschaftliche Ausflüge unternommen, Kulturangebote genutzt und beispielsweise Literaturabende besucht oder selbst gestaltet werden.

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