Gudio Wallraven wohlbehalten von einem Arbeitsbesuch in Minnesota zurück
„Das war ein wenig gespenstisch“

Saerbeck -

Guido Wallraven war in den USA, um über das Saerbecker Energie-Projekt zu berichten. Der Rückflug war nicht ganz einfach.

Dienstag, 07.04.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 09:20 Uhr
Guido Wallraven (r.) unterwegs mit Senator David Senjem (2.v.l.), hier bei einer Gesprächsrunde im Lokalradio der Stadt St. Cloud, mit Sabine Engel (University of Minnesota, 2.v.r.) und Tracey Hodel (City of St.Cloud, l.), in der Mitte der Radiomoderator.
Guido Wallraven (r.) unterwegs mit Senator David Senjem (2.v.l.), hier bei einer Gesprächsrunde im Lokalradio der Stadt St. Cloud, mit Sabine Engel (University of Minnesota, 2.v.r.) und Tracey Hodel (City of St.Cloud, l.), in der Mitte der Radiomoderator. Foto: Gemeinde Saerbeck

Vom Arbeitsbesuch in Minnesota im März ist Klimakommune-Projektleiter Guido Wallraven gesund und wohlbehalten wieder in Deutschland eingetroffen. Und zwar mit einem der letzten Flüge aus den USA nach Europa, bevor im Zuge der Coronakrise der Flugverkehr zwischen den Kontinenten so gut wie eingestellt wurde.

„Das war schon ein wenig gespenstisch“, blickt Wallraven auf die letzte Etappe der Reise zurück. Wallraven arbeitet jetzt im Homeoffice.

Bevor die Epidemie auch die Vereinigten Staaten mit voller Wucht traf, war in Minnesota noch ein weitgehend normales Programm für Wallraven möglich.

Das bedeutete: 40 Termine in zwei Wochen. Der Klimakommune-Projektleiter war im Rahmen des Climate-Smart-Municipalities-Programm (CSM) unterwegs.

Für Reiseplanung und -finanzierung war die University of Minnesota als CSM-Partner zuständig.

Zunächst standen Termine in Morris, Saerbecks Klimapartnergemeinde in Minnesota, auf dem Reiseplan. Hier liegt der Fokus im Augenblick auf dem Thema Photovoltaik.

„Die Gemeinde will verstärkt PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden installieren“, berichtet Wallraven, „geht also den gleichen Weg wie Saerbeck vor einigen Jahren.“

Allerdings hapert es mit Unterstützung von übergeordneten Stellen. Trotzdem will Morris den eingeschlagenen Weg weitergehen und setzt dabei verstärkt auch auf Gemeinschaftssinn und Bürgerengagement. Wallraven: „Mein Eindruck ist: Morris wird die Ideen umsetzen, auch wenn viele kleine Einzelschritte erforderlich sind.“

In der zweiten Reisewoche war Wallraven in weiteren Städten unterwegs, die Teil des CSM-Programms sind, etwa in Duluth.

Auf dem Programm standen Termine mit Senator David Senjem, der sich als Republikaner im Senat von Minnesota für den „Clean Energy First Act“ stark macht, also für ein Gesetz, das Erneuerbaren Energien Vorrang bei der Netzeinspeisung einräumt. Wallraven berichtete bei diesen Terminen von den Saerbecker Erfahrungen.

In diesem Jahr ist noch ein Gegenbesuch einer Delegation aus Minnesota in Saerbeck geplant, der Termin richtet sich nach dem Verlauf der Coronakrise.

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