„Filou“ und Frisör“ ziehen rüber
Neues Leben im alten Eisenbarth

Ahlen -

Einst Eisenbart und Arnemann, demnächst „Filou“ und Frisör: Sino Schivan reaktiviert den markanten Leerstand an der Ahlener Gerichtstraße und sucht noch einen dritten Mieter – für die Mitte. Sieben Jahre stand der Komplex leer. Umso überraschender jetzt die Reaktivierung.

Freitag, 10.04.2020, 06:45 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 09:42 Uhr
Der Eisenbarth-Komplex ist verpackt. Dahinter laufen die Arbeiten zur Reaktivierung des Leerstandes an der Gerichtsstraße.
Der Eisenbarth-Komplex ist verpackt. Dahinter laufen die Arbeiten zur Reaktivierung des Leerstandes an der Gerichtsstraße. Foto: Ulrich Gösmann

Frisch verpackt, reizt der Eisenbarth-Leerstand an der Gerichtsstraße plötzlich wieder zur Neugier. Sino Schivan hat den Dornröschenschlaf im siebten Jahr beendet. Sein „Salon Prinz“ und auch das Bistro „Filou“ ziehen rüber. Voraussichtlich im Sommer.

„Ich wollte etwas Vernünftiges.

Sino Schivan

Vor zwei Jahren hatte der 36-Jährige den Gebäudekomplex übernommen, der untrennbar mit den Namen Haushaltswaren Eisenbarth und Foto Arnemann verbunden war. Zuerst schloss der eine, dann – 2013 – der andere. Vor zwei Jahren erwarb Schivan den Komplex. Ohne konkrete Ideen, wie er schmunzelnd gesteht. Drei Mietwohnungen wurden im hinteren Teil schnell realisiert. Doch vorne passierte zunächst einmal nichts.

Aus zwei Geschäften werden jetzt drei Ladenlokale. Vielleicht auch vier.

Der Investor wechselt mit seinem Friseursalon die Straßenseite und bespielt – angepeilt ist der 1. Juni – den linken Flügel. Ebenso Nachbar „Filou“. Die Baguetterie übernimmt rechts außen das Ladenlokal von Foto Arnemann. Beide jeweils 100 Quadratmeter groß. Zwischen ihnen klafft noch eine Lücke. Rund 300 Quadratmeter Geschäftsfläche stehen zur Vermietung. „Ich hatte sehr viele Angebote, sagt der Eigentümer. Darunter auch ein Wettbüro. Aber nein: „Ich wollte etwas Vernünftiges.“ Denkbar, so der Figaro: eine Physio-Praxis. Das würde sich hier innenstadtzentral sicherlich gut machen. Die geschwungene Treppe, die auf die Eisenbarth-Empore führte, verleiht dem Raum einen besonderen Reiz. Die zweite Etage, so Schivan, müsse aber nicht zwingend genutzt werden. Denkbar sei auch eine weitere Unterteilung im Erdgeschoss in zwei kleine Ladenlokale. Vorbereitungen seien mit zwei Eingangstüren bereits getroffen, um flexibel reagieren zu können.

Hinter Planen verdeckt, steht bereits auf 24 Metern Länge eine neue Schaufensterfront aus zweifachem Sicherheitsglas in edler Grau-Optik. Die kam mit dreiwöchiger Verspätung. Auch bei anderen Gewerken muss der Auftraggeber immer wieder warten. Die Corona-Krise bremst den Zeitplan.

Für das Bistro „Filou“ bedeutet der Umzug eine spürbare Vergrößerung, einen barrierefreien Zutritt und behindertengerechtes Toilettenangebot. Mehr Platz auch im „Salon Prinz“, den Sino Schivan neben seinem „Haar-Markt“ am Marktplatz betreibt.

In diesen Tagen soll nun der Estrich gelegt und die Dämmung angebracht werden. Letzte Genehmigungen der Stadt stehen noch aus, die er täglich erwarte, sagt der Bauherr.

Wer Interesse hat, als Mieter in die Mitte zu ziehen, kann sich bei Sino Schivan unter der Nummer 01 76 / 62 43 01 55 melden.

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