Bürgermeisterwahl
Burkhard Herzig will Schlussstrich unter die Domain-Affäre ziehen

Nordwalde -

Am Dienstag war öffentlich geworden, dass sich Jonas Hülskötter Internet-Adressen mit dem Namen von Dr. Burkhard Herzig gesichert hatte. Ob sich Hülskötter in einem Telefonat an diesem Tag bei Herzig entschuldigt hat, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Anders als Hülskötter sagt Herzig: „In diesem Telefonat ist gar nichts geklärt worden.“

Freitag, 17.04.2020, 19:26 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 20:05 Uhr
Dr. Burkhard Herzig stört sich daran, dass Jonas Hülskötter es öffentlich so dargestellt habe, als ob in der Domain-Affäre am Dienstag bereits alles geklärt worden wäre. Ob sich Hülskötter in einem Telefon an diesem Tag bei Herzig entschuldigt habe, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.
Dr. Burkhard Herzig stört sich daran, dass Jonas Hülskötter es öffentlich so dargestellt habe, als ob in der Domain-Affäre am Dienstag bereits alles geklärt worden wäre. Ob sich Hülskötter in einem Telefon an diesem Tag bei Herzig entschuldigt habe, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Foto: Katja Kröger

Dr. Burkhard Herzig will einen Schlussstrich unter die Domain-Affäre ziehen – doch zuvor will der unabhängige Bürgermeisterkandidat von SPD, UWG und Bündnis 90 / Die Grünen noch etwas klarstellen: Von einer Entschuldigung und dass die Sache geklärt sei, wie Jonas Hülskötter es in den vergangenen Tagen in einer Stellungnahme und den sozialen Medien geschrieben habe, konnte zu dem Zeitpunkt nicht gesprochen werden. „In diesem Telefonat ist gar nichts geklärt worden. Herr Hülskötter hat seine Ausflüchte vorgebracht. Von einer Entschuldigung war da schon mal gar keine Rede“, sagt Herzig.

Aber der Reihe nach: Am Dienstag hatte Herzig öffentlich gemacht, dass er keine Internet-Adresse mit seinem kompletten Namen erstellen konnte. Denn diese Domains seien bereits reserviert gewesen. Eine Anfrage beim Domain-Verwalter habe dann offenbart, dass die Adressen Jonas Hülskötter gehören. Dies bestätigte der Vorsitzende des CDU-Ortsvereins.

Ein Anruf, mehrere E-Mails

Das Sichern der Internet-Adresse müsse beim Herumklicken passiert sein. Dass er sich diese damit tatsächlich gesichert habe, sei ihm nicht klar gewesen und keine böse Absicht. Er übernehme die volle Verantwortung dafür, erklärte Hülskötter. Ortsverein sowie Fraktion der CDU und Bürgermeisterin Sonja Schemmann seien außen vor gewesen.

Verschiedene Ansichten gibt es bei Burkhard Herzig auf der einen Seite und Jonas Hülskötter auf der anderen Seite darüber, wann sich Hülskötter bei Herzig entschuldigte und das Thema als geklärt gelten konnte. Beide Seiten bestätigen, dass Hülskötter am Dienstag bei Herzig anrief und sie darüber hinaus mehrfach per E-Mail kommunizierten.

Herzig nimmt Hülskötters Entschuldigung an

Hülskötter sei „erst allmählich einsichtig geworden“, dass er einen Fehler gemacht habe, sagt Herzig. Im Telefonat am Dienstag habe Hülskötter noch jede Menge Ausflüchte geschildert, um sein Verhalten zu begründen. Ihn störe, dass Hülskötter es aber öffentlich so dargestellt habe, „als ob am Dienstag bereits alles geklärt worden wäre“. Dabei habe es zu diesem Zeitpunkt keine Entschuldigung gegeben, diese sei erst später erfolgt in Form einer E-Mail.

Der schriftliche E-Mail-Verkehr lässt sich leichter belegen als die Äußerungen im Telefongespräch. Da steht Aussage gegen Aussage. „Am Dienstag gab es keine Entschuldigung“, sagt Herzig. „Es war in dem Sinne nicht alles geklärt.“ Hülskötter sagt: „Es hat eine Entschuldigung gegeben. Für mich war die Sache geklärt. Im E-Mail-Verkehr habe ich mich auch noch mal entschuldigt.“ Mehr will er zu dem Thema nicht sagen.

Die Entschuldigung per E-Mail bestätigt Herzig. Diese habe er am Donnerstag angenommen. Damit will er nun ein Schlussstrich ziehen: „Damit das auf keinen Fall ein Thema bleibt. Mir ist es einfach wichtig, dass wir wieder zu einem fairen Wahlkampf zurückkehren.“

Nachrichten-Ticker