Bei Sturz schwer verletzt
Feuerwehr rettet Mann aus Baugrube

Tecklenburg -

Eine nicht alltägliche Rettungsaktion: Auf einer Baustelle in einem Hinterhof an der Ibbenbürener Straße ist am späten Dienstagabend ein Mann in eine kleine Baugrube gestürzt. Die Feuerwehr war längere Zeit im Einsatz, um den Schwerverletzten zu retten.

Mittwoch, 06.05.2020, 08:39 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 08:43 Uhr
Bei Sturz schwer verletzt: Feuerwehr rettet Mann aus Baugrube
In Tecklenburg wurde am Dienstagabend ein Mann aus einer Baugrube gerettet. Ein Rettungswagen brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Foto: Jens Keblat

Um 21.20 Uhr am Dienstagabend waren Kräfte verschiedener Einheiten der freiwilligen Feuerwehr, sowie der Rettungsdienst mit dem Notarzt aus Lengerich und die Polizei zu dem Einsatz alarmiert worden. Der Unfall hatte sich auf dem Hinterhof eines Objekts nahe der Brauerstraße ereignet. Dazu Udo Kreimeier, stellvertretender Wehrführer und Einsatzleiter: „Wir sind zu einer Personenrettung gerufen worden – Person in Baugrube gestürzt.“ Insgesamt 28 Wehrleute seien dazu mit acht Fahrzeugen ausgerückt. Kreimeier: „Der Verletzte war in eine etwa zwei Meter tiefe Grube gefallen, hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Wir haben die Person mittels einer kleinen Schleifkorbtrage und eines Seilzuges aus der Grube gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.“

Während alleine die Stellfläche für die zahlreichen Einsatzfahrzeuge im Nahbereich durch die örtlichen Gegebenheiten stark begrenzt war und sorgfältig taktiert und rangiert werden musste, erforderte die technische Rettung die volle Aufmerksamkeit und Fachkompetenz der eingesetzten ehrenamtlichen Wehrleute. „Wir mussten die Person in dieser kleinen Schleifkorbtrage aus der Baugrube hochbekommen und die Baugrube war ungefähr drei Meter im Durchmesser groß und da mussten wir eben einen Flaschenzug bauen, um die Person zu retten“, so Kreimeier weiter. Erst nach rund einer Dreiviertelstunde war der Verletzte aus seiner misslichen Lage befreit, unter starken Schmerzen wurde er schließlich auf die Fahrtrage des Rettungswagens umgelagert und auf dem Weg in ein geeignetes Krankenhaus weiter notärztlich versorgt.

Eine zusätzliche Belastung für die Wehrleute bei der komplizierten Rettungsaktion: Auch die Einsatzkräfte müssen sich in diesen Tagen vor dem Corona-Virus schützen – auch bei einer Rettung auf engstem Raum: „Wir müssen auch normal die Abstands-Regeln einhalten, wenn wir uns näherkommen, müssen wir uns dementsprechend schützen“, so Kreimeier weiter. Dafür setze die Tecklenburger Wehr vor allem auf die Benutzung von Einmal-Mund-Nasenschutz und einen lagebedingten größtmöglichen Abstand.

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