25-jähriger Fahrer schwer verletzt
Schweinetransporter verunglückt: 19 Schweine verendet

Nordwalde -

Bei einem Alleinunfall im Kreisel Industriestraße (L555) hat ein junger Berufskraftfahrer am frühen Montagabend schwere Verletzungen erlitten. Er war mit seinem Sattelzug umgekippt, 19 der 150 geladenen lebenden Schweine mussten wegen zu starker Verletzungen notgeschlachtet werden. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden.

Dienstag, 12.05.2020, 07:29 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 13:12 Uhr
25-jähriger Fahrer schwer verletzt: Schweinetransporter verunglückt: 19 Schweine verendet
Foto: Jens Keblat

Gegen 18.30 Uhr am Montagabend war der mit 150 Schweinen beladene Sattelzug eines Unternehmens aus Nordwalde in dem Kreisel Industriestraße auf die Seite gekippt. Der Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus Nordwalde, hatte beim Durchfahren des Kreisverkehrs offenbar aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Durch das Umkippen von Zugmaschine und Auflieger erlitt der 25-Jährige schwere Verletzungen.

Als die freiwillige Feuerwehr um 18.43 Uhr zu dem Einsatz alarmiert wurde und wenige Minuten später mit fünf Fahrzeugen und zahlreichen Kräften vor Ort eintraf, habe sich der Verletzte bereits in einem bereits etliche Minuten zuvor alarmierten Rettungswagen befunden, wie Wehrführer und Einsatzleiter Michael Stegemann erklärte. Auch ein Rettungshubschrauber war als Notarzt-Zubringer an der Unfallstelle gelandet. Später wurde der Verletzte in ein Krankenhaus gebracht.

Schweinetransporter umgekippt

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  • Ein mit dutzenden Schweinen beladener Lastwagen ist bei Nordwalde umgekippt.

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  • Mehrere Tiere starben, der 25 Jahre alter Fahrer des Lkw wurde schwer verletzt.

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  • Der Transporter war am Montagabend aus bisher nicht geklärtem Grund in einem Kreisverkehr umgekippt.

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  • Der Polizei zufolge verendeten 19 Tiere, die restlichen etwa 131 Schweine seien in einen anderen Transporter umgeladen werden.

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  • Der verletzte Fahrer wurde laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht.

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Die Feuerwehr habe sich somit sofort gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Helfern des betroffenen Unternehmens sowie umliegender landwirtschaftlicher Betriebe um die 150 Schweine gekümmert, so Feuerwehr-Pressesprecher Uwe Schmitz. Hand in Hand schafften es die zahlreichen Helfer, einen Großteil der Tiere unversehrt in zwei andere Viehtransporter umzuladen. Dazu wurden Leiterteile und Baustellenabsperrungen mobilisiert und für den Viehtrieb in Stellung gebracht. In das Dach des Aufliegers wurden etliche große Löcher geschnitten.

Ein weiterer Rettungswagen diente den beteiligten Kräften dennoch zur Eigensicherung. Auch weil die beiden Ersatzfahrzeuge schnell vor Ort waren, habe man viele Tiere retten können, so Schmitz weiter. Lediglich 19 der 150 Schweine erlitten so schwere Verletzungen, dass sie noch vor Ort notgeschlachtet werden mussten. Dr. Christoph Brundiers, Amtsleiter des Kreis-Veterinäramtes, war nur kurze Zeit nach der Feuerwehr am Unfallort, auch Bürgermeisterin Sonja Schemmann stattete dem nicht alltäglichen Großeinsatz einen kurzen Besuch ab.

Spektakulär wurde es zu später Stunde, als vier Räderbagger und ein Radlader anstelle eines Bergungsunternehmens mit Autokran den Sattelzug wiederaufrichteten. Doch auch diese Aktion glückte. Um 22.15 Uhr konnte der Einsatz beendet und die Sperrung der L555 wieder aufgehoben werden. Die Polizei schätzt den entstandenen Gesamtsachschaden auf rund 200.000 Euro.

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