Bergfreibad: Stadtwerke setzen auf Schichtbetrieb
Erlaubt sind maximal 100 Gäste in zwei Stunden

Ochtrup -

Am Mittwoch (20. Mai) öffnen sich auch im Ochtruper Bergfreibad die Türen. Doch fürs Baden auf der frischsanierten Anlage gibt es Einschränkungen. So dürfen maximal 100 Badegäste gleichzeitig dort sein. Wer schwimmen gehen will, hat dafür höchstens zwei Stunden Zeit und muss sich vorher anmelden.

Donnerstag, 14.05.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 15.05.2020, 17:48 Uhr
Das Freibad öffnet am Mittwoch seine Türen.
Das Freibad öffnet am Mittwoch seine Türen. Foto: Anne Steven

Das Wichtigste zuerst: Das Freibad macht auf. „Im Moment gehen wir davon aus, dass wir am Mittwoch (20. Mai) öffnen können“, erklärt der Betriebsleiter der Stadtwerke, Robert Ohlemüller, am Donnerstagmittag beim Ortstermin im Bergfreibad. Jedoch wird es coronabedingte Einschränkungen geben – und die haben es in sich.

In der vergangenen Woche kam von Seiten der Landesregierung das Okay zur Öffnung der Bäderbetriebe. Allerdings habe es keine konkreten Anweisungen gegeben, erklärte Ohlemüller. „Wir wissen nicht, wie andere das machen“, stellt der Betriebsleiter klar. Das Freibad-Team hangelte sich an einem Fachbericht der Deutschen Gesellschaft für Badewesen entlang und entwickelte ein eigenes Konzept.

Ab Mittwoch, 6 Uhr, gilt im Freibad ein Schichtbetrieb. In einer zweistündigen Schicht dürfen maximal 100 Gäste gleichzeitig im Bergfreibad sein. Und: Jeder Gast muss sich online auf der Homepage der Stadtwerke unter Angabe von Name und Adresse anmelden. „Wer da nicht drinsteht, kommt nicht rein“, betont Ohlemüller. Ausnahmen werde es nicht geben. Eine analoge Buchung der Aufenthaltszeit – telefonisch oder persönlich – ist nicht möglich. Das sei personell nicht zu stemmen. Ohlemüller setzt bei älteren oder wenig technikaffinen Badegästen auf „Nachbarschaftshilfe“. Die Software soll in diesen Tagen freigeschaltet werden. Anmeldungen sind frühestens eine Woche und bis 30 Minuten vor Beginn der Schwimmzeit möglich. Wie viele Plätze hierfür noch frei sind, wird angezeigt. Wer angemeldet ist, sollte sich zur gebuchten Zeit am Freibadeingang einfinden. Dort wird die Liste abgehakt. Es gelten die gewohnten Hygiene- und Abstandsregeln wie auch – außer im Wasser – eine Maskenpflicht.

Kinder zahlen 50 Cent, Erwachsene zwei Euro Eintritt. Dauerkarten wird es in diesem Jahr nicht geben. „Restposten“ von 10er-Karten verlieren für dieses Jahr ihre Gültigkeit, nicht aber für 2021. Duschen und Sammelkabinen dürfen nicht benutzt werden, wohl aber die Einzelkabinen und die Freiduschen – wobei Letztere nur kaltes Wasser haben. Die Rutsche und der Sprungturm bleiben vorerst gesperrt.

Etwa 15 Minuten vor dem Ende der Badezeit gibt es für die Schwimmer eine Durchsage. Denn sie müssen pünktlich das Bad verlassen, damit der Reinigungstrupp loslegen kann. Etwa eine Stunde haben die Stadtwerke für die Desinfektionsarbeiten zwischen den Schwimmeinheiten eingeplant. Pro Tag sollen so 300 bis 500 Gäste die im vergangenen Jahr komplett sanierte Anlage nutzen können.

Rein wirtschaftlich betrachtet mache eine solche Öffnung keinen Sinn, sagt Ohlemüller. Doch allein schon, weil das Bad 2019 entgegen der vorherigen Planungen und wegen Problemen bei der Sanierung der Anlage nur für wenige Tage öffnen konnte (wir berichteten), setzt der Energieversorger nun alles daran, eine Nutzung zu ermöglichen. Das Bergfreibad, wie in zahlreichen Anfragen gefordert, nur für Ochtruper zu öffnen, sei dabei allerdings keine Option. „Das kriegen wir rechtlich nicht hin“, meint Ohlemüller lachend. Stadtwerke-Mitarbeiter Tobias Klingebiel rechnet aber aufgrund der kurzen Verweildauer von zwei Stunden ohnehin nur mit wenigen auswärtigen Gästen.

 

Öffnungszeiten des Bergfreibades während der Pandemie: montags 12 bis 14 Uhr, 15 bis 17 Uhr und 18 bis 20 Uhr, dienstags bis freitags 6 bis 8 Uhr, 9 bis 11 Uhr, 12 bis 14 Uhr, 15 bis 17 Uhr und 18 bis 20 Uhr. Samstags und sonntags 7 bis 9 Uhr, 10 bis 12 Uhr, 13 bis 15 Uhr und 16 bis 18 Uhr.

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