Dachstuhlbrand in Darup
Polizei ermittelt nach Brand an Grundschule

Darup -

In Nottuln-Darup hat der brennende Dachstuhl der Sebastian-Grundschule vier Feuerwehren den Samstag über auf Trab gehalten. Eine Rauchgasdurchzündung sorgte dafür, dass der Einsatz länger andauerte.

Sonntag, 24.05.2020, 12:10 Uhr aktualisiert: 24.05.2020, 12:27 Uhr
Dachstuhlbrand in Darup: Polizei ermittelt nach Brand an Grundschule
Schweren Schaden nahm die Sebastian-Grundschule in Darup durch einen Brand am Samstag. Foto: Christine Tibroni

UPDATE SONNTAG (10:35): Der Sontag war gerade eine halbe Stunde alt, als um 0.30 Uhr die Löscharbeiten an der Daruper Grundschule endlich abgeschlossen waren, die die Feuerwehr Nottuln und weitere Wehren aus der Nachbarschaft seit dem frühen Samstagmorgen in Atem gehalten hatten. Die ganze Nacht über blieben aber Einsatzkräfte vor Ort, die auch immer wieder tätig werden mussten, um kleinere Glutnester zu löschen. Das THW leuchtete die Einsatzstelle aus. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sie heute Nachmittag komplett abrücken und die Einsatzstelle der Kriminalpolizei für die Ermittlungen zur Brandursache übergeben kann. Der Schulbetrieb muss bis auf weiteres ausgesetzt werden. Laut Nottulns Bürgermeisterin Manuela Mahnke soll so schnell wie möglich nach Ersatzräumlichkeiten gesucht werden.        

UPDATE (18.20 Uhr): An der Sebastian-Grundschule in Darup ist zur Stunde ein Bagger dabei, den Dachstuhl des Gebäudes, in dem seit dem frühen Morgen ein Brand schwelt, in Teilen abzureißen. Das ist jetzt das letzte Mittel, um Rauch und Flammen endlich Herr zu werden, gegen die vier Feuerwehren aus den Baumberge-Gemeinden seit dem Vormittag ankämpfen.

Das Problem bei der Brandbekämpfung war die Dämmung des erst vor zwei Jahren komplett erneuerten Dachs. Kompakte Dämmplatten und eine zusätzlich eingeblasene Dämmschicht sorgten zum einen dafür, dass das Wasser nicht bis zum Brand durchdringen konnte, der sich zum anderen immer weiter durch die Dämmschicht fressen konnte. Die Abriss-, Lösch- und Aufräumarbeiten werden sich noch bis in die Nacht hinziehen. Eine Brandwache wird die Nacht über vor Ort sein. (Christine Tibroni)

UPDATE (16.30 Uhr): Bei dem Einsatz an der Sebastian-Grundschule in Darup ist ein Feuerwehrmann leicht am Knie verletzt worden. Er kam in ein Krankenhaus, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Löscharbeiten sollen seinen Angaben zufolge noch bis in die Abendstunden andauern und gestalten sich aufwendig: Dämmplatten müssten Stück für Stück abgetragen werden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Auch ein Abrissbagger solle zum Einsatz kommen. (lnw)

UPDATE (13.50 Uhr): Die Löscharbeiten an der Sebastian-Grundschule in Darup dauern an. Zunächst hieß es zwar, das Feuer, das am Samstagmorgen ausgebrochen war, sei unter Kontrolle, der Brand schnell gelöscht. Bei Nachlöscharbeiten kam es dann aber gegen 10.45 Uhr zu einer Rauchgasdurchzündung, die mehrere Bereiche des Dachstuhls neu anfachte.

Die Feuerwehr Nottuln zog daraufhin weitere Wehren aus Havixbeck, Billerbeck und Rosendahl hinzu. Die Feuerstellen sind schwer zugänglich, das Dach muss vorsichtig und Stück für Stück aufgenommen werden, damit nicht zu viel Sauerstoff auf einmal das Feuer anheizt. Als Brandursache steht Brandstiftung als Verdacht im Raum. Denn das Feuer ging nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr von brennenden Mülltonnen auf dem Außengelände der Schule auf das Dach über. (Christine Tibroni)

URSPRUNGSMELDUNG: In Nottuln-Darup hat am Samstagmorgen der Dachstuhl der Sankt-Sebastian-Grundschule gebrannt. An dem Gebäude enstand durch das Feuer erheblicher Sachschaden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Brand gegen 6.30 Uhr entdeckt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellten diese eine starke Rauchentwicklung unter dem Dachstuhl des Schulgebäudes fest. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in der Schule.

Die Feuerwehr Nottuln musste den Dachstuhl großflächig abdecken, um den Brand zu löschen und mögliche weitere Brandnester zu lokalisieren. Am Schulgebäude entstand der Polizei zufolge ein erheblicher Sachschaden in fünfstelliger Höhe, verletzt wurde niemand.

Eine Gefahr für die umliegenden Häuser und Anwohner bestand nicht. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.

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