Freiwillige Feuerwehr Ascheberg
Gruppenarbeit bringt den Alltag zurück

Ascheberg -

Wochenlang verhinderte Corona das Treffen der Feuerwehrleute zu Dienst- und Übungsabenden. Jetzt kehrt der Alltag in einem ersten Schritt zurück.

Dienstag, 02.06.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 21:22 Uhr
Spektakuläre Übungen wird es vorerst nicht geben. Dienst- und Übungsabende kehren für die Feuerwehrleute aber in kleinen Gruppen zurück.
Spektakuläre Übungen wird es vorerst nicht geben. Dienst- und Übungsabende kehren für die Feuerwehrleute aber in kleinen Gruppen zurück. Foto: Theo Heitbaum

Kein Dienstabend, keine Übung, keine Besprechungen – der Alltag bei der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg ist in den vergangenen Monaten jenseits der Einsätze ruhig gewesen. Aschebergs Wehrführer Rainer Koch ist froh, dass im März auf Kreisebene eine einheitliche Regelung für alle Wehren und Löschzüge verabredet worden ist. Damals hatten die Leiter der Wehren bis zum 31. Mai alle Dinge jenseits der Einsätze ausgesetzt. Es war ruhig in den Gerätehäusern in Ascheberg, Davensberg und Herbern.

Seit dem Wochenende darf der Alltag zurückkehren, aber er wird es nicht in der bekannten Form tun. „Den klassischen Dienst- und Übungsabend, zu dem alle Feuerwehrleute eines Löschzuges kommen, wird es vorläufig nicht geben“, informiert Koch. Vielmehr werden in den drei Löschzügen Gruppen mit bis zu zehn Mitgliedern gebildet, die gemeinsam Dinge besprechen und üben. Sie werden zu unterschiedlichen Zeiten zu den Gerätehäusern kommen. Koch rechnet damit, dass in Davensberg und Herbern vermutlich zwei Gruppenabende sein werden, in Ascheberg drei. Letztlich müsse sich das veränderte Geschehen vor Ort einspielen. Der Wehrführer weist auch darauf hin, dass der gesellige Teil, der für die Kameradschaft wichtig ist, vorerst nach Dienst und Übung ausfallen muss. Während der neue Alltag in dieser Woche noch organisiert werden soll, werde er in der kommenden Woche anlaufen.

Der Löschzug Ascheberg, so Koch, werde die Rückkehr der Dienstabende nutzen, um den abgebrochenen Umzug von der Lüdinghauser Straße zur Raiffeisenstraße schrittweise zu vollenden. Bis Ende des Monats sollten diese Arbeiten erledigt sein.

Während der vergangenen Wochen habe es im Löschzug keinen Corona-Fall gegeben. Hilfreich sei gewesen, dass die Zahl der Einsätze während dieser Zeit gegenüber dem üblichen Alltag deutlich gesunken sei.

Leichter war der Einsatzalltag dadurch aber nicht. Beim Brand eines Holzlagers in Ascheberg wurde den Feuerwehrleuten physisch einiges abverlangt. Psychisch waren die Männer und Frauen vor einer Woche gefordert als sie einen tödliche verletzten Mann aus seinem Autowrack befreien mussten.

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