Reaktion auf gestiegene Nachfrage
Mondi produziert OP-Masken

Gronau -

Mondi will einen einen Beitrag leisten, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken und reagiert gleichzeitig auf den gestiegenen Bedarf an OP-Masken und Filtervlies im Gesundheitssektor, bei Herstellern und Endkunden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Donnerstag, 04.06.2020, 10:10 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 10:15 Uhr
Solche Masken, wie dieses OP-Team sie trägt, will Mondi künftig in Gronau produzieren. Knackpunkt dabei: das Filtervlies.
Solche Masken, wie dieses OP-Team sie trägt, will Mondi künftig in Gronau produzieren. Knackpunkt dabei: das Filtervlies. Foto: Mondi

Mondi, ein global führendes Verpackungs- und Papierunternehmen, wird im Betrieb in Gronau neue Anlagen zur Fertigung von Filtervlies und OP-Masken aufbauen. Mondi leistet so einen Beitrag, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken und reagiert gleichzeitig auf den gestiegenen Bedarf an OP-Masken und Filtervlies im Gesundheitssektor, bei Herstellern und Endkunden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der Filtervlies ist die kritischste Komponente bei der Herstellung von OP-Masken. Das Material verfügt über eine bessere Filterfunktion als Baumwolle. Die einzelnen Fäden des Vliesstoffes sind zwanzigfach dünner als menschliches Haar. Mondi Gronau hat den Vorteil, dass am Standort bereits mit Vliesstoffen gearbeitet wird.

„Wenn alle benötigten Komponenten zur Verfügung stehen, ist die Konfektionierung von OP-Masken nicht so schwierig. Allerdings ist die entscheidende Komponente, der Filtervlies, nicht einfach herzustellen. Aber wir bei Mondi Gronau können das. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Wissen und die Erfahrung um die Anlagen einzurichten und die Produktion stabil laufen zu lassen. Damit wollen wir uns am Markt erfolgreich positionieren“, wird Jürgen Schneider, Managing Director Mondi Gronau, in der Mitteilung zitiert.

Die Knappheit von Filter­vlies auf dem Markt ist der Grund dafür, dass medizinisch sichere Gesichtsmasken nicht ausreichend produziert werden können. Mondi Gronau werde circa 50 Prozent der Filtervlies-Produktion für die eigene Herstellung von OP-Masken verwenden. Die andere Hälfte bietet Mondi Gronau anderen Herstellern von OP-Masken in Europa an.

„Unsere Möglichkeit, alle wichtigen Komponenten betriebsintern herzustellen, positioniert uns optimal, um langfristig ein wettbewerbsfähiges Angebot in Europa sicherzustellen. Wenn die Anlagen in Betrieb genommen wurden, werden wir mehr als eine Million OP-Masken am Tag produzieren können“, ergänzt Jürgen Schneider.

Die für die Produktion notwendigen speziellen Anlagen werden in den nächsten Monaten aufgebaut. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit entsprechender Erfahrung werden dann in diesem Produktionsbereich eingesetzt.

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