Brückenabsturz in Vadrup
Sanierung wird längere Zeit auf sich warten lassen

Westbevern -

Der Absturz eines großen Betonstücks samt Geländer von der Bahnbrücke in Vadrup wird die Verwaltung noch längere Zeit beschäftigen.

Mittwoch, 10.06.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 21:58 Uhr
Möglicherweise ein Fertigteil soll an der Stelle eingebaut werden, an der vor wenigen Tagen in Vadrup das Brückengeländer abbrach. Das Bild zeigt THW-Helfer beim Beseitigen des Schadens.
Möglicherweise ein Fertigteil soll an der Stelle eingebaut werden, an der vor wenigen Tagen in Vadrup das Brückengeländer abbrach. Das Bild zeigt THW-Helfer beim Beseitigen des Schadens. Foto: THW

Der Absturz eines großen Betonstücks samt Geländer von der Bahnbrücke in Vadrup wird die Verwaltung noch längere Zeit beschäftigen. Das wurde am Dienstagabend bei der Sitzung des Hauptausschusses klar.

Bürgermeister Wolfgang Pieper ging dabei auf den eigentlichen Einsatz und bereits angedachte Veränderungen in den Abläufen bei Brückenkontrollen ein. Wegen des schwebenden Verfahrens – wie bereits berichtet, hat die Bundespolizei die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben – beantwortete er nur einen Teil der Fragen, die ihm die CDU-Fraktion vor der Sitzung zugeschickt hatte. Sobald mehr Klarheit herrsche und mit der Staatsanwaltschaft gesprochen worden sei, würden die Kommunalpolitiker umfassend informiert, sagte er auch in Richtung Gerd Klünder (Grüne), der unter anderem Haftungsfragen angesprochen hatte.

„Den 5. Juni 2020 werden die Einsatzkräfte sicherlich nicht so schnell vergessen“, betonte Pieper vor den Ausschussmitgliedern. Noch einmal dankte er allen Beteiligten unter der Leitung von Stadtbrandmeister Alfons Huesmann für das schnelle und präzise Vorgehen. Lob gab es auch von sämtlichen Fraktionen.

Sperrung der viel befahrenen Bahnstrecke?

Die Brücke ist nach Angaben der Verwaltung Baujahr 1978 und wurde seinerzeit von der Bahn errichtet. In den 90er Jahren wurde das Bauwerk dann der Kommune übereignet. Der betroffene Brückentyp, so Pieper, sei seines Wissens nach häufiger entlang von Bahnstrecken verwandt worden und unter Experten als „Systembrücke“ bekannt.

Beton stürzt auf Schienen

1/59
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Telgte

    Foto: DRK
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Telgte

    Foto: DRK
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Westbevern-Vadrup

    Foto: Andreas Große Hüttmann
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brückeneinsturz Vadrup

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte
  • Brücke Vadrup, Beton stürzt auf Gleise

    Foto: Feuerwehr Telgte

Mit einem Ingenieurbüro seien bereits Sanierungsmaßnahmen besprochen worden. Eine Idee sei, das herabgefallene Seitenteil durch ein neues Fertigbetonteil zu ersetzen. Das allerdings, so betonte Pieper auf Nachfrage der Politik, sei zum einen etwas anders konstruiert und daher leichter, zum anderen werde die Verankerung heute mit Edelstahlankern vorgenommen, womit eine Korrosion des Materials vermieden werden könne. Ob ein solches Fertigteil oder eine andere Sanierungsart zum Einsatz komme, sei noch nicht entschieden. Klar aber sei, dass die eigentliche Brücke in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt sei.

Sollte sich die Stadt für das Fertigbetonteil entscheiden, dann wird die Wartezeit bis zur Installation lang sein: Der Grund dafür ist, dass dann die viel befahrene Bahnstrecke für einige Zeit gesperrt werden muss. Ein solches „Fenster“, so Pieper, benötige einen Vorlauf von etwa 30 Wochen.

Maßnahmenkatalog wurde erarbeitet

Nach dem Brückenteileabsturz hat die Verwaltung einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Für sämtliche 15 Brücken im städtischen Besitz sei eine sofortige „einfache Prüfung“ angeordnet worden. Für das Bauwerk in Vadrup sei zudem eine Sonderprüfung durchgeführt worden, um auf Nummer Sicher zu gehen. Die Verwaltung habe sich zudem dazu entschlossen, die Prioritätenliste zur Mängelbeseitigung, die es nach einer solchen Brückeninspektion gebe und die jeweils abgearbeitet werde, noch einmal vom zeitlichen Ablauf und anderen Aspekten her kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Ein regelmäßiges Berichtswesen sowie eine lückenlose digitale Dokumentation seien weitere Aspekte, die noch stärker in den Blick genommen werden sollen.

„Wir alle dürfen das Thema Sicherheit bei Brücken nicht unterschätzen“, betonte Pieper vor den Kommunalpolitikern. Das habe auch die Bahn gesagt, die das Thema seines Wissens zum Anlass genommen habe, die Kommunen und Kreise sowie andere Behörden entlang ihrer Strecken erneut für das Thema zu sensibilisieren. Zudem habe das Ganze intern im Unternehmen eine hohe Priorität.

Nachrichten-Ticker