Standort Sparkasse West
Geld kommt mit DHL ins Haus

Ahlen -

Wenn die Zweigstelle schließt, kommt das Geld mit der Post ins Haus. Ein Kompromiss, der jetzt für ältere Sparkassen-Kunden im Ahlener Westen Engpässe beheben soll.

Montag, 15.06.2020, 07:48 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 17:45 Uhr
Inzwischen geschlossen: die Niederlassung der Sparkasse an der Weststraße.
Inzwischen geschlossen: die Niederlassung der Sparkasse an der Weststraße. Foto: Ulrich Gösmann

Bargeld-Versand über DHL: Das soll jetzt Versorgungslücken schließen, die durch die Schließung der Sparkassen-Filiale an der Weststraße aufgetreten sind.

Im November hatte der CDU-Fraktions- und Parteivorsitzende Peter Lehmann das Thema um einen Sparkassenstandort im Ahlener Westen zum Anlass genommen, einen offenen Brief an den Sparkassenvorstand zu schreiben. Der hatte sich zuvor für die Standortaufgabe an der Weststraße entschieden (wir berichteten).

Nachdem die ursprünglich für das vergangene Frühjahr terminierten Gespräche zwischen der Sparkasse Münsterland Ost, Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Peter Lehmann wegen der Corona-Pandemie ins Stocken gerieten, folgte der „Runde Tisch“ Anfang Juni. wo die Verantwortlichen der Sparkasse die Gründe wie zunehmendes Online-Banking und mehr Kartenzahlung für die Standortaufgabe erläuterten. Die beteiligten Parteien entwickelten laut CDU-Pressemitteilung eine einvernehmliche kurzfristige Lösung.

Um die Bargeldversorgung im Ahlener Westen weiter sicherzustellen, wird die Sparkasse bis zu zweimal im Monat kostenfrei den abgesicherten Bargeld-Versand per DHL-Paket für Kunden im Ahlener Westen anbieten. Dort kann ein Betrag zwischen 100 und 500 Euro angefordert werden, der innerhalb von drei Tagen ausgeliefert werden soll. Die Bestellung kann telefonisch und kostenfrei erfolgen.

Wir alle merken doch, wie stark die Digitalisierung voranschreitet.

Peter Lehmann

Wichtig ist Lehmann, dass die Sparkasse Münsterland Ost die Situation der Filialen und EC-Standorte neu in 2021 bewerten will. Lehmann: „Wir alle merken doch, wie stark die Digitalisierung voranschreitet. Die nicht nur analog durchführbare Dienstleistung der Bargeldausgabe ist nun wieder sichergestellt.“ Ein „Standortdiktat“ halte er jedoch für schwierig. Schließlich sei die Sparkasse ein Wirtschaftsunternehmen, dem keine Vorschriften über das eigene Filialnetz zu machen sei.

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