Wichernschule: Mehrere Kinder und zwei Lehrer in Quarantäne
Zwei Schüler mit Corona-Virus infiziert

Nordwalde -

Zwölf Mädchen und Jungen sowie zwei Lehrerinnen der Wichernschule befinden sich aufgrund des Corona-Virus in Quarantäne. Der Grund: Zwei Kinder aus den Klassen zwei und vier wurden positiv getestet. Dies gab Schulleiter Johannes Neumayer auf Anfrage bekannt.

Montag, 15.06.2020, 14:42 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 15:31 Uhr
Johannes Neumayer, Rektor der Wichernschule.
Johannes Neumayer, Rektor der Wichernschule. Foto: gs

Die Stimmung von Johannes Neumayer, Rektor der Wichernschule in Nordwalde, könnte besser sein. Und das aus mehreren Gründen: Am vergangenen Samstag erhielt er einen Anruf auf seinem Handy, der ihm einen Strich durch seine Wochenendpläne machte. Denn: Zwei Schüler (zweite und vierte Klasse) der Grundschule sind mit dem Corona-Virus infiziert. Das hat zur Folge, dass sich seit dem gestrigen Montag insgesamt zwölf Kinder für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen. Ebenfalls nicht zur Schule gehen seit gestern zwei Lehrer, die in direktem Kontakt mit den Covid-19-Erkrankten standen. „Das Untersuchungsergebnis liegt noch nicht vor“, sagte Johannes Neumayer auf Anfrage unserer Zeitung. „Die Kolleginnen befinden sich zurzeit in Quarantäne.“

14 Tage Quarantäne

Zusammen mit der Schulsekretärin musste Neumayer am Samstag einen Sitzplan an das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt schicken, damit die Kinder, die im Umfeld der beiden infizierten Schüler saßen, ermittelt und anschließend die Eltern informiert werden konnten.

202 Grundschüler

„Auch für diese Situation sind wir gewappnet“, blickte Johannes Neumayer auf die seit Montag neue Lage in der Wichernschule. Nun übernehmen andere Lehrer aus dem 15-köpfigen Kollegium den Unterricht in den betroffenen Klassen. „Jetzt hoffen wir, dass alles glimpflich verläuft“, sagt Neumayer weiter.

Dass seit Montag wieder alle 202 Mädchen und Jungen zur Wichernschule gehen müssen, dafür hat Johannes Neumayer wenig Verständnis: „Wir fühlen uns wie ein Versuchskaninchen.“ Er wünscht sich, dass die Schüler die Schutzmaske auch während des Unterrichts tragen sollten. Während der Pausenzeiten muss dies ohnehin der Fall sein. Lediglich Schüler, die Vorerkrankungen haben und risikogefährdet sind, können unter Vorlage eines Attestes zu Hause bleiben.

Attest

Bis zum vergangenen Mittwoch habe das rollierende System in der Wichern-schule „gut funktioniert“. Beide nun infizierten Kinder seien noch am Mittwoch zur Schule gegangen. Neumayer weiter: „Der Fall in Nordwalde zeigt, auch Kinder bekommen Corona.“

Diese Lockerungen gelten ab Montag (15. Juni)

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  • Mindestens bis zum 1. Juli bleiben in NRW die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bestehen. Bis dahin ist die neue Coronaschutzverordnung in Kraft. Einige Lockerungen werden aber ab dem 15. Juni vorgenommen:

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  • Private Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen, Geburtstage oder Abschlussfeiern mit höchstens 50 Teilnehmern sind unter Auflagen wieder erlaubt. Voraussetzungen sind die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste. Bei standesamtlichen Trauungen zum Beispiel muss keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden. Gefeiert werden darf auch in abgetrennten Räumen von Gaststätten oder Hotels. Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter bleiben weiterhin untersagt.

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  • Öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 100 Personen werden unter Auflagen erlaubt, etwa mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern und der Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer.

    Auch Veranstaltungen mit mehr als 100 Zuschauern sind ab Montag wieder zulässig. Dann gelten aber in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden erweiterte Schutzvorschriften.

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  • Bei Theatern, Konzertsälen und anderen Veranstaltungsorten mit festen Sitzplätzen kann die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen. Dann muss ein Sitzplan erstellt werden, der genau erfasst, wo welche anwesende Person gegessen hat. «Das sind gute Nachrichten für NRW-Kinobetreiber. Ab sofort können in kleinen Sälen alle Sitzplätze besetzt werden und Filme so wieder vor einem größeren Publikum laufen», sagte Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

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  • Das Grillen ist auf öffentlichen Plätzen und in Parks wieder möglich.

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  • Floh- und Trödelmärkte sind mit Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten erlaubt. 

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  • Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Erlebnis- und Spaßbäder.

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  • Weiterhin untersagt sind bis mindestens zum 31. August 2020 Volks-, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste sowie Schützen- und Weinfeste. Das gilt auch für Kirmesveranstaltungen. Schausteller können sich aber zu einem vorübergehenden Freizeitpark zusammenschließen und ihre Fahrgeschäfte auf einem umzäunten Gelände öffnen.

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  • Bars können nach den für die übrige Gastronomie geltenden Maßgaben für Hygiene- und Infektionsschutzstandards ihren Betrieb wieder aufnehmen. Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen. Auch Bordellen und ähnlichen Einrichtungen bleibt der Betrieb weiterhin untersagt.

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  • Der Handel darf von Montag an wieder mehr Kunden gleichzeitig in die Läden lassen. Statt einer Person je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist dann ein Käufer je sieben Quadratmeter erlaubt. Dies gilt auch für die Besucherbegrenzungen in Museen und Ausstellungen sowie in Zoos.

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  • Sportarten mit Körperkontakt sind ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen mit bis zu zehn Personen wieder möglich.

    Im Freien ist dann Kontaktsport in Gruppen bis zu 30 Personen erlaubt.

    In beiden Fällen muss eine Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer durch Datenerfassung sichergestellt werden. Auch Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts drinnen und draußen wieder zulässig.

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