Für bis zu 100 Tönnies-Mitarbeiter
Kreis Steinfurt stellt Krankenhaus für Quarantäne bereit

Kreis Warendorf/Münster -

Um nicht-infizierte und infizierte Tönnies-Mitarbeiter in Quarantäne voneinander trennen zu können, erhält der Kreis Warendorf Unterstützung: Auf Vermittlung der Bezirksregierung Münster stellen der Kreis Steinfurt und die Stiftung Marienhospital ein früheres Krankenhaus für diesen Zweck zur Verfügung.

Mittwoch, 24.06.2020, 18:22 Uhr
Der Kreis Warendorf erhält Unterstützung vom Nachbarkreis Steinfurt, der ein Krankenhaus für Tönnies-Mitarbeiter bereitstellt. Foto: Guido Kirchner/dpa
Der Kreis Warendorf erhält Unterstützung vom Nachbarkreis Steinfurt, der ein Krankenhaus für Tönnies-Mitarbeiter bereitstellt. Foto: Guido Kirchner/dpa Foto: Guido Kirchner

Das gab die Bezirksregierung am späten Mittwochnachmittag bekannt. „Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität, das dem Kreis Warendorf hilft, den Lockdown schnell wieder verlassen zu können“, lobte Regierungspräsidentin Dorothee Feller die Hilfe unter Nachbarn.

Untergebracht werden höchstens bis zu 100 Tönnies-Mitarbeiter im früheren Marienhospital in der Gemeinde Laer. Das leerstehende Krankenhaus war während der ersten Phase der Pandemie als sogenanntes Fieberlazarett wieder in Betriebsbereitschaft genommen worden. Dort hätten Menschen mit Fieber behandelt werden können, wenn die Versorgung in regulären Kliniken aus Kapazitätsgründen nicht möglich oder nicht notwendig gewesen wäre, heißt es in der Pressemitteilung der Bezirksregierung. Dazu war die frühere Klinik mit 200 Betten ausgestattet worden.

Die maximal 100 Tönnies-Mitarbeiter, die nun dort in Quarantäne untergebracht werden können, dürfen das eingezäunte Gelände nicht verlassen. Für die Nutzung wurde ein Sicherheitskonzept erarbeitet, ein Wachdienst ist rund um die Uhr vor Ort. Im Kreis Warendorf leben insgesamt 1342 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Tönnies, teils mit ihren Familien.

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