Arbeitslosigkeit im Juni im Vergleich zu Mai leicht gestiegen
Wirtschaft leidet unter Auswirkungen der Corona-Pandemie

Gronau -

Corona hat Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitslosen. Das zeigt sich vor allem im Vergleich zu den werten im Vorjahr.

Mittwoch, 01.07.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 16:44 Uhr
Arbeitslosigkeit im Juni im Vergleich zu Mai leicht gestiegen: Wirtschaft leidet unter Auswirkungen der Corona-Pandemie
Foto: dpa

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni in Gronau und Epe im Vergleich zum Mai dieses Jahres um 23 auf 1834 angestiegen. Wie stark die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt beeinflusst, zeigt sich im Vergleich zum Juni 2019: Damals waren in der Dinkelstadt nur 1507 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote (bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen) stieg von 6,4 Prozent im Juni 2019 auf jetzt 7,7 Prozent. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Agentur für Arbeit in Coesfeld hervor.

„Die Wirtschaft leidet aktuell unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie, auch in unserer Region“, so Johann Meiners, Leiter der Agentur für Arbeit Coesfeld. „Viele Unternehmen haben große Unsicherheiten mit Blick auf die kommenden Monate. In einigen Fällen mussten die Personalverantwortlichen leider auch bereits Kündigungen aussprechen“, erklärt der Arbeitsmarktexperte.

Von Arbeitslosigkeit sind derzeit Männer etwas stärker betroffen als Frauen (52 gegenüber 48 Prozent)

169 Arbeitslose (9,2 Prozent aller Arbeitslosen) waren zum Stichtag im Juni unter 25 Jahre alt. 334 (18,2 Prozent) 55 Jahre und älter. Als Langzeitarbeitslose wurden 703 Menschen geführt (38,3 Prozent), und 673 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit (34,7 Prozent).

Einen kleinen Sprung um 19 auf 679 Arbeitslose gab es im Rechtskreis des SGB III. Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II (Hartz IV) stieg um vier auf 115 Personen.

Insgesamt wurden von März bis Ende Juni 5899 Anzeigen auf Kurzarbeit durch Unternehmen in den Kreisen Borken und Coesfeld bei der Arbeitsagentur aufgenommen. Damit sind laut den Angaben in den Anzeigen circa 84 988 Beschäftigte im Bezirk der Agentur für Arbeit Coesfeld im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. „Derzeit ist es schwierig vorherzusagen, wie lange diese Menschen noch in Kurzarbeit bleiben. Wichtig ist aber, dass durch die Möglichkeit der Kurzarbeit die meisten dieser Arbeitsplätze zunächst gesichert sind,“ betont Meiners.

Die Zahlen zu den Betroffenen sind vorläufig, basierend auf den Angaben der Unternehmen. Die endgültigen Daten stehen erst mit zeitlicher Verzögerung nach der Abrechnung fest.

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