Neue Klimaliste Nottuln in fast allen Wahlbezirken vertreten
„Werte unsere Liste als großen Erfolg“

Nottuln -

Stephan Hofacker führt als Spitzenkandidat die Klimaliste Nottuln in die Kommunalwahl am 13. September. Aber auch die weiteren Kandidaten wurden jetzt nominiert.

Freitag, 03.07.2020, 06:16 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 18:10 Uhr
Die Klimaliste Nottuln bereitet sich mit großer Entschlossenheit auf die Kommunalwahl vor. Am Mittwochabend nominierten die Mitglieder im DRK-/DLRG-Heim die Kandidaten für die Gemeinderatswahl.
Die Klimaliste Nottuln bereitet sich mit großer Entschlossenheit auf die Kommunalwahl vor. Am Mittwochabend nominierten die Mitglieder im DRK-/DLRG-Heim die Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Foto: Ludger Warnke

Als „Neuling“ bei einer Kommunalwahl anzutreten, ist keine leichte Aufgabe. Das bekommt gerade auch die neu gegründete „Klimaliste Nottuln“ zu spüren. Am Mittwochabend, als die Mitglieder in ihrer Arbeitsversammlung im DRK-/DLRG-Heim die Kandidaten für die Gemeinderatswahl nominierten, konnte ein Wahlbezirk nicht besetzt werden. Unbesetzt blieb der Wahlbezirk 13 in Appelhülsen.

Hinzu kam: Die Reserveliste fiel mit zwölf Kandidatinnen und Kandidaten nicht ganz so umfangreich aus, wie man sich das im Vorfeld erhofft hatte. Unter anderem aus gesundheitlichen Gründen, so Klimaliste-Vorsitzender Stephan Hofacker, gab es kurz vor dem Nominierungsverfahren noch einige Rückzieher.

Stephan Hofacker, derzeit Fraktionsvorsitzender der Ökologischen Liste Nottuln im Gemeinderat, quasi die Vorgängergruppierung der „Klimaliste Nottuln“, führt als Spitzenkandidat die Gruppe in die Kommunalwahl am 13. September. „Wenn auch ein Wahlbezirk nun nicht besetzt werden konnte, so würde ich unsere Liste doch als großen Erfolg werten“, betonte Hofacker. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie sei es nicht gelungen, weitere neue Mitstreiter zu gewinnen. „Zwischenzeitlich hatte ich mir mehr erhofft, doch unter den gegebenen Umständen bin ich am Ende sehr zuversichtlich, dass wir dem Klimaschutz in Zukunft wichtige Impulse geben können“, betonte Hofacker.

Der Zusammenhalt und die Entschlossenheit zur Mitgestaltung des gemeindlichen Lebens ist in der Klimaliste weiter groß. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig in Blockwahl nominiert.

Abgehakt ist für die Klimaliste das Thema eines eigenen Bürgermeisterkandidaten, wie Stephan Hofacker erklärte. Zwischendurch hatte die Gruppe sich ernsthaft damit beschäftigt und Stephan Hofacker selbst überlegte, ob er diese Aufgabe übernehmen soll. Ein eigener Bürgermeisterkandidat hätte den Gestaltungsanspruch untermauert und zugleich der Klimaliste insgesamt mehr Aufmerksamkeit beschert. Doch letztlich entschied sich Hofacker aus privaten Gründen gegen die Bürgermeisterkandidatur. Die Klimaliste fokussiert sich nun auf die Gemeinderatswahl.

Empfehlungen zu den derzeit bekannten Bürgermeisterkandidaten wird die Klimaliste nicht aussprechen. „Wir sind an Themen, weniger an Personen interessiert“, formulierte Hofacker griffig. In der künftigen Ratsarbeit stehe nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bürgermeister im Mittelpunkt, sondern mit den anderen Fraktionen.

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