Sicherheitsdienst
Flexible Kontrollen bleiben - kein Anlass zur Ausweitung der Einsätze

Ostbevern -

Eine Erweiterung der Kontrollzeiten des Sicherheitsdienstes in Ostbevern ist nicht notwendig, heißt es von der Gemeinde. Ausschlaggebend für die erneute Überprüfung war ein Post in den sozialen Medien, in dem es um drei Gruppen ging, die nachts in der Bevergemeinde unterwegs gewesen seien.

Donnerstag, 09.07.2020, 06:37 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 06:40 Uhr
Eine Ausweitung beim Einsatz des Sicherheitsdienstes wird es nicht geben.
Eine Ausweitung beim Einsatz des Sicherheitsdienstes wird es nicht geben. Foto: Imago

„Die Berichte des Sicherheitsdienstes geben keinen Anlass, dass die Kontrollen erneut ausgeweitet werden müssten“, sagt Ulrike Jasper von der Gemeinde. Anlass für diese Aussage war ein Facebook-Post, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde, dass an der Hauptstraße eine „Traube von acht Mann“ grölend unterwegs sei.

Weiter hieß es in dem Post, dass eine Gruppe am Spielplatz am Jürgensbült anzutreffen gewesen sei, ebenso habe eine Gruppe am Wasserlauf vor dem Rathaus „herumgeplanscht“, allerdings sei diese ganz friedlich gewesen.

Situative Kontrollen

Natürlich habe er Verständnis, so der Autor, dass Jugendliche auch mal unter sich feiern wollen würden – „Wir waren auch mal jung.“ –, aber wenn man eine Firma mit Kontrollen beauftrage, so wäre es doch auch schön, wenn mal nachts kontrolliert würde. Gerade im Hinblick auf die Hinterlassenschaften auf den Spielplätzen, dort seien noch vor kurzem Glasscherben im Sand gefunden worden.

„Wir haben das im Blick“, sagt Ulrike Jasper. Und appelliert: „Wenn die Leute es nachts mitbekommen, dass Gruppen auffällig unterwegs sind, dann wäre es auch schön, wenn sie selbst einmal die Polizei an der Stelle verständigen könnten.“ Denn der Sicherheitsdienst könne nicht immer und überall zugegen sein. Außerdem sei das Vorgehen so abgestimmt, dass die Mitarbeiter situativ die Kontrollen durchführen. „Die Treffen finden vermutlich auch ‚wetterbedingt‘ statt“, sagt Jasper. Mehr als die Rückmeldung per Facebook habe man zu der besagten Nacht auch nicht bekommen.

Die Berichte des Sicherheitsdienstes geben keinen Anlass, dass die Kontrollen erneut ausgeweitet werden müssten.

Ulrike Jasper

Nachdem der Sicherheitsdienst von der Gemeinde bereits im vergangenen Sommer aufgrund der zahlreichen Vandalismusvorfälle beauftragt worden war, wurde das Unternehmen jetzt erneut zu Hilfe geholt. Während des ersten Lockdowns, als die verschärften Kontaktverbote galten, haben die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Kollegen des Ordnungsamtes der Gemeinde unterstützt. „Das hätten wir nicht komplett aus eigenen Kräften bestreiten können“, sagt Ulrike Jasper, und das obwohl auch Mitarbeiter der Gemeinde aus anderen Fachbereichen und Einsatzstellen mit hinzugenommen worden seien.

Verwaltung erhält Protokoll des erfolgten Einsatzes

Nachdem die Kontaktbeschränkungen gelockert worden seien, habe man auch sukzessive die Einsätze des Sicherheitsdienstes zurückgefahren. Das hieße aber nicht, dass dieser nicht mehr im Einsatz sei. In loser Folge seien die Mitarbeiter nach wie vor situativ und flexibel unterwegs.

Im Anschluss erhält die Verwaltung jeweils ein Protokoll des erfolgten Einsatzes. „Da wird uns dann dezidiert mitgeteilt, was wann wo passiert ist“, sagt Jasper. Und auch am Wochenende würden die Kontrollzeiten den Gegebenheiten angepasst und wenn nötig auch bis spät in die Nacht hinein verlängert, so Jasper.

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