Bürgermeister hat Unterschriften nach Düsseldorf geschickt
Minister soll sich ein Bild machen

Telgte -

Erneut Post aus Telgte bekommt Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. Diesmal geht es um die Unterschriftenaktion in Westbevern. Die zentrale Forderung dabei ist ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr.

Donnerstag, 09.07.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 17:22 Uhr
Bei einem Ortstermin sprachen die Grünen über die Verkehrssituation und formulierten Fragen für den nächsten Ausschuss
Bei einem Ortstermin sprachen die Grünen über die Verkehrssituation und formulierten Fragen für den nächsten Ausschuss Foto: privat

Erneut Post aus Telgte bekommt Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. Nachdem Bürgermeister Wolfgang Pieper ihn bereits vor einigen Tagen bezüglich des geplanten vierspurigen Ausbaus der Bundesstraße zwischen Münster und Telgte angeschrieben hat, bekommt er dieses Mal ein dickes Paket: Darin sind die etwas mehr als 1200 Unterschriften von Personen, die sich auf Anregung des Initiativkreises für ein Durchfahrtsverbot für Lkw in Westbevern-Dorf sowie weitere flankierende Maßnahmen ausgesprochen haben.

Ich habe die Erwartung und Hoffnung, dass sich der Minister selbst vor Ort ein Bild von der Situation macht und seine Bereitschaft zeigt, eine Verbesserung für dieMenschen in Westbevern-Dorf herbeizuführen“, hat es Pieper in einer Rückmeldung an die Lokalpolitiker formuliert.

„Westbevern-Dorf ist durch die beiden Landesstraßen L 811 und L 588, die beide mitten durch das Zentrum führen und sich dort kreuzen, an das übergeordnete Straßennetz angeschlossen. Beide Landesstraßen haben – in unterschiedlichem Maße – eine Zubringerfunktion zur Bundesautobahn A1“, heißt es in dem Schreiben des Bürgermeisters. Über 6000 Fahrzeuge würden sich täglich durch den Ortsteil quälen, darunter mit rund 500 Lastwagen auch ein großer Anteil an Schwerlastverkehr, liefert Pieper dem Minister Fakten.

„In einer breit angelegten Dorfwerkstatt unter der Federführung des Westbeverner Krink und der Beteiligung vieler Vereine, Organisationen und Einzelpersonen ist bereits vor Jahren der klare Wunsch artikuliert worden, dass die Verkehrssituation für die Menschen verbessert werden muss“, heißt es in dem Schreiben.

Viel sei bereits geleistet und geschaffen worden. Aber: „Der durchfahrende Schwerlastverkehr kann nicht von den Menschen vor Ort beeinflusst oder verbannt werden. Dazu ist Ihre Hilfe, Herr Minister Wüst, dazu ist die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen erforderlich“, betont der Bürgermeister.

„Die Fertigstellung der bereits im Bau befindlichen Umgehungsstraße Münster im Zuge der B 51 sowie der Neubau einer Spange der B 481n in Richtung Schifffahrter Damm und A 1 wird nach Inbetriebnahme die Verkehrsströme in der Region verändern. Dies bietet die große Chance, Landesstraßen wie die L 811 und die L 588, die mitten durch ein Dorf führen und deren Weiterführung in Richtung Schifffahrter Damm aufgrund des geringen Straßenquerschnitts für den Schwerlastverkehr denkbar ungeeignet ist, für den überörtlichen Lkw-Verkehr zu sperren und damit die Menschen im Dorf zu entlasten“, heißt es weiter.

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