Peter Friemel unternimmt 20. Spenden-Radtour
Für Projekte in Afrika unterwegs

Lüdinghausen -

Zu seiner nun schon 20. Spenden-Radtour bricht Peter Friemel am Sonntag (12. Juli) auf. An einem Tag will er die Grenzen des Kreises Coesfeld abfahren und so Spenden für Hilfsprojekte des Salesianer-Bruders Lothar Wagner in Liberia sammeln.

Samstag, 11.07.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 11.07.2020, 14:10 Uhr
Peter Friemel bricht am Sonntag zu seiner 20. Spenden-Radtour auf.
Peter Friemel bricht am Sonntag zu seiner 20. Spenden-Radtour auf. Foto: privat

Er kann es nicht lassen. Am Sonntag (12. Juli) bricht Peter Friemel zu seiner nun schon 20. Spendentour zugunsten der Salesianer Don Bosco auf. 160 Kilometer – einmal rund um den Kreis Coesfeld – geht es für ihn mit dem Rennrad. Die wievielte „letzte Tour“ das ist, vermag der 82-Jährige selbst nicht zu sagen. Aber: Die Hilfe für Projekte des Ordens lassen ihn immer wieder aufs Rad steigen.

Vor fünf Jahren hatte er die Fahrt an den Kreisgrenzen bereits schon einmal unternommen und Spenden für die Betreuung von Kindersoldaten in Wau (Süd-Sudan) und von „Friedhofskindern“ in Monrovia (Liberia) gesammelt. Damit unterstützte er die soziale Arbeit von Bruder Lothar Wagner, Salesianer Don Boscos.

Damals sei Bruder Lothar noch Leiter des Don-Bosco-Zentrums in Freetown (Sierra Leone) gewesen. Nach der Ebolakrise in Westafrika, die er von Beginn an hautnah erlebte, sei er von der Ordensleitung der Salesianer Don Boscos in den Süd-Sudan „als Nothelfer ausgeliehen“ worden, erzählt Friemel. Mit vielen afrikanischen Helfern gründete er ein Rehabilitationszentrum und nahm dort desertierte Kindersoldaten des jahrelang tobenden Bürgerkriegs auf. „Zur Bewältigung dieser gewaltigen Sorge um die stark traumatisierten Mädchen und Jungen kamen für ihn in 2020 noch die Herausforderungen der Corona- Krise hinzu“, so Friemel.

Am 4. Juli erhielten Peter und Luise Friemel eine E-Mail von ihm mit folgendem Inhalt: „Viele Grüße aus dem Süd-Sudan. Meine zweijährige Leihzeit ist bereits beendet, aber auch hier sind wir aufgrund der Corona-Situation mit einigen Projekten in Verzug. So werde ich wohl im August nach Monrovia (Liberia) wechseln. Von dort bin ich ja nach Juba (Süd-Sudan) eingereist. Meine Aufgabe wird wieder im Jugendgefängnis mit den straffällig gewordenen Jugendlichen sein.“ Darüber hinaus werde auch das Thema „Friedhofskinder“ auf dem Programm stehen. Eine Situation, die ihn nach wie vor sehr beschäftige, berichtete Bruder Lothar weiter. Das seien Straßenkinder, die auf Friedhöfen die steinernen Grablegen aufbrechen, um dort geschützt zu übernachten. „Ein genaues Konzept gibt es noch nicht. Das hängt von der Situationsanalyse ab, die immer am Projektanfang steht. Was aber feststeht, ist ein hoher Bedarf. Ich halte euch auf dem Laufenden“, so Lothar Wagner.

Mit seiner 20. Rad-Sponsorentour seit 2001 möchte Friemel auch den Start dieses neuen Projekts von Bruder Lothar im westafrikanischen Staat Liberia unterstützen. „Wie in den vergangenen Jahren erhalten Spender die Zuwendungsbestätigung der Don Bosco Mission Bonn, einen persönlichen Dankbrief und ein Glas selbst zubereiteter Marmelade, ebenfalls per Fahrrad“, verspricht Friemel.

Wer spenden möchte, kann dies tun unter: Empfänger: Don Bosco Mission Bonn; IBAN: DE70 3706 0193 0022 3780 23; Verwendung: 20. Tour P.F., Bruder L. Wagner SDB/Liberia. Interview mit Bruder Lothar Wagner SDB zu den Friedhofskindern von Monrovia unter: www.donboscomission.de/wo-wir-arbeiten/afrika/liberia/friedhofskinder/

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