Baustellenzeit
Umfangreiche Bauarbeiten auf der A1

Ascheberg -

Umfangreiche Bauarbeiten werden in den kommenden Monaten in Ascheberg und dem Ortsteil Davensberg aufgenommen. Mal geht es um neue Brücken, dann den Ausbau der Autobahn sowie um Maßnahmen an der Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen. [Mit Video]

Dienstag, 21.07.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 15:58 Uhr
Die Brücke Amelsbürener Straße über die A1 wird im Frühjahr 2021 abgerissen und neu gebaut.
Die Brücke Amelsbürener Straße über die A1 wird im Frühjahr 2021 abgerissen und neu gebaut. Foto: Theo Heitbaum

Baustellenzeit für Pendler nach Münster: Die Deutsche Bahn saniert den maroden Bahndamm. Die Amelsbürener Straße in Davensberg erhält einen Radweg, die A1 seit Freitag einen neuen Belag. Und im Hintergrund wird die nächste Großbaustelle auf den Weg gebracht. Mit dem Bau der ersten beiden Brücken startet im Frühjahr 2021 der sechsspurige Autobahnausbau zwischen Ascheberg und dem Dortmund-Ems-Kanal.

  • Die Bahn musste zwischenzeitlich einräumen, dass beim Sanieren des Bahndamms neue Probleme aufgetaucht sind. Man wird nicht am 12. August fertig. Neuer Schlusstermin ist der 26. Oktober.
  • Der Kreis Coesfeld baut in drei Etappen einen Radweg an der Amelsbürener Straße. Er beginnt an der Davensberger Straße und schließt im Klosterholz an einen Weg aus Münster an. Auch diese Arbeiten sind in Verzug geraten. „Wir hoffen, dass wir in der ersten Septemberhälfte fertig werden“, erklärt Klaus Westrick aus dem Coesfelder Kreishaus. Knackpunkt der Arbeiten sei der Brückenneubau über den Emmerbach, der seine Zeit benötige. Aktuell erschwere der Regen die Arbeiten, gearbeitet werde an der Schalung für den Brückenteil, der über den Emmerbach führe. Die Fundamente seien fertig. Der Radweg, der im ersten Abschnitt bis zur Brede führt, sei von dort bis durch den Wald geschottert: „Im vorderen Bereich sind fast alle Leitungen verlegt, sodass auch dort geschottert werden kann“, informiert Westrick. Am Ende der Arbeiten steht das Asphaltieren, das in einem Rutsch erfolgen soll.
  • Seit Freitag wird auf der Autobahn 1 eine Baustelle eingerichtet, denn zwischen Ascheberg und Hiltrup ist die Fahrbahn so marode, dass sie jetzt erneuert werden muss ( WN berichteten ). Das Ende dieser Arbeiten ist im September vorgesehen.
  • Die Planfeststellung für den sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen Ascheberg und dem Dortmund-Ems-Kanal ist unanfechtbar. Das berichtet Planer Roland Krumm von der Regionalniederlassung Straßen.NRW in Coesfeld auf WN-Anfrage. Mit seinem Team ist er dabei, Bauphasen festzulegen und die allgemeinen Pläne in ausschreibungsfähige Unterlagen zu verwandeln. Priorität hat der Bau von zwei Brücken – eine für den Bönneweg in der Nähe des Kanals und eben die Brücke Amelsbürener Straße bei Davensberg. „Da stehen wir im engen Austausch mit dem Kreis Coesfeld. Wir wissen natürlich, dass der neue Radweg über die Brücke führen wird. Deswegen arbeiten wir mit Hochdruck an dieser Ausschreibung“, informiert Krumm. Die Unterlagen mit einer längeren Brücke über später sechs Streifen und breiteren Querung durch den zusätzlichen Radweg stünden in den Startlöchern. Die Ausschreibung solle im September veröffentlicht werden. Vor dem Hintergrund üblicher Zeitfenster bei solchen Dingen, gehe er von einem Baubeginn im Frühjahr 2021 aus.
  • Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, dass die Amelsbürener Straße voll gesperrt wird, denn die neue längere und breitere Brücke ersetzt das aktuelle Bauwerk. Deswegen wird zuerst abgerissen und dann neu gebaut.
  • Die weiteren Arbeiten zum sechsspurigen Ausbau werden in Etappen ausgeschrieben. Krumm rechnet mit einer Gesamtbauzeit von 4,5 Jahren, der Abschnitt würde also Mitte 2025 sechsstreifig sein. Für den Planer wird die Arbeit etwa am Jahresende enden: „Dann gehen die Unterlagen an die Autobahn GmbH, die für das Bauen zuständig ist.“ Krumm und sein Team beschäftigen sich dann mit dem Abschnitt zwischen Ascheberg und Werne/Hamm. Dort ist die Planung schon früher gestartet, aber holpriger verlaufen, sodass der nördliche Abschnitt die Überholspur genutzt hat.
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