Einkommensmillionäre in Lengerich
Regionale Hochburg der Reichen

Lengerich -

In der Rangliste der 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist es ein tiefer Sturz für die Stadt Lengerich – was das Ranking bei den Einkommensmillionären betrifft. Nach Rang 65 landesweit im Jahr 2015 ist es im Jahr darauf nur noch Platz 110.

Mittwoch, 15.07.2020, 12:25 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 12:50 Uhr
Mächtig Geld verdienen musste, wer in der Statistik von IT-NRW auftaucht.
Mächtig Geld verdienen musste, wer in der Statistik von IT-NRW auftaucht. Foto: dpa

Hat sich Lengerich für Millionäre zu einem schlechteren Pflaster entwickelt? Nach Angaben des statistischen Landesamts ist die Kommune im NRW-Ranking zumindest erheblich zurückgefallen – von Platz 65 unter den 396 Gemeinden und Städten auf Rang 110.

Die jetzt von IT-NRW veröffentlichen Zahlen beziehen sich auf die Jahre 2015 und 2016. 2015 gab es neun Einkommensmillionäre in Lengerich, so die Statistiker, 2016 acht. Das und die gleichzeitige leichte Zunahme bei der Gesamtbevölkerung reicht für den recht tiefen Fall in der Tabelle. Kamen 2015 auf 10.000 Bürger noch vier Einkommensmillionäre, waren es ein Jahr später nur noch 3,6.

Damit ist Lengerich offenbar aber immer noch eine Hochburg der Reichen in der Region. In Lienen, Ladbergen und Tecklenburg gibt es nämlich gar keine Menschen, die über ein Einkommen im mindestens siebenstelligen Euro-Bereich verfügen. Und selbst in Ibbenbüren mit seinen über 50.000 Einwohnern lebten 2008 „nur“ acht Einkommensmillionäre.

Veröffentlichte Zahlen für 2015 und 2016

Im Kreis Steinfurt haben Emsdetten (6,9), Altenberge (5,8) und Hopsten (5,3) die meisten Millionäre pro 10.000 Einwohner, in NRW ist es Meerbusch (16,9).

Zur Statistik sagt IT-NRW, dass dabei zu berücksichtigen sei, dass zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. „Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016.

Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier dargestellten Informationen sind damit die aktuellsten, die zurzeit verfügbar sind.“

Nachrichten-Ticker