Erster Schultag im Zeichen von Corona
„Logistische Herausforderung“

Warendorf -

„Wir geben uns Mühe, einen kleinen feierlichen Rahmen zu schaffen“, versichert Barbara Weber, Leiterin der Josefschule und zugleich Sprecherin aller Warendorfer Grundschulleiter, dass den Jüngsten allen Widrigkeiten zum Trotz ein schöner Empfang bereitet werden soll. Ein Spalier werde es zwar nicht geben, die älteren Schüler würden den neuen Schulkameraden stattdessen aus den Fenstern zuwinken. Einschulung in Corona-Zeiten.

Dienstag, 04.08.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 14:16 Uhr
Erster Schultag im Zeichen von Corona: „Logistische Herausforderung“

Wenn in den Warendorfer Grundschulen am kommenden Montag zu Konferenzen getrommelt wird, dürfte für den Austausch von Urlaubserlebnissen wenig Zeit sein, gilt es doch, den Schulbeginn unter Corona-Vorzeichen zu organisieren. Erst knapp eineinhalb Wochen vor Schulstart, hat das Schulministerium einen Erlass veröffentlicht, dessen konkrete Umsetzung nun in den Lehrerzimmern diskutiert werden muss. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Einschulung der i-Männchen.

„Wir geben uns Mühe, einen kleinen feierlichen Rahmen zu schaffen“, versichert Barbara Weber, Leiterin der Josefschule und zugleich Sprecherin aller Warendorfer Grundschulleiter, dass den Jüngsten allen Widrigkeiten zum Trotz ein schöner Empfang bereitet werden soll. Ein Spalier werde es zwar nicht geben, die älteren Schüler würden den neuen Schulkameraden stattdessen aus den Fenstern zuwinken. In der Turnhalle seien für die drei Eingangsklassen drei zeitversetzte Willkommensfeiern geplant, an denen die Geistlichen, die Klassenleitungen, Vertreter der OGS und pro Schüler je zwei erwachsene Begleiter teilnehmen dürfen. „Singen und Bewegen ist ja nur auf Sparflamme möglich, daher wird es bei uns ein kleines Theaterstück geben, das eine Lerngruppe in den Ferien geprobt hat.“ Danach beginne für die Klassen der etwa einstündige Unterricht.

„Eine logistische Herausforderung“ sei der Einschulungstag diesmal, findet Guido Stricker, Leiter der Everwordschule in Freckenhorst. Auch dort werden die 73 Erstklässler diesmal in drei Partien begrüßt. Die Eltern, kündigt der Schulleiter an, würden noch in dieser Woche einen Info-Brief erhalten. Diesem können sie dann auch entnehmen, dass Foto-Shootings im Anschluss an die Begrüßungsfeier auf einem der beiden Schulhöfe möglich sein werden.

Über die Begrüßung der 28 i-Männchen hat sich Dorothee Nottebaum, Leiterin der Dechant-Wessing-Schule in Hoetmar, im Detail noch keine Gedanken gemacht, wohl aber über den Gottesdienst, mit dem Einschulungen in Hoetmar traditionell beginnen. In St. Lambertus hätten die 28 Kinder mit je zwei erwachsenen Begleitern Platz. Gottesdienste für die gesamte Schulgemeinschaft werde es dagegen vorerst nicht mehr geben, berichtet Nottebaum. Über die Konsequenzen aus dem Erlass der Landesschulministerin, will sie am Montag mit ihren Kollegen sprechen. Sie sei erleichtert gewesen zu hören, dass die Grundschüler den Mund-Nasen-Schutz nicht während des Unterrichts tragen müssen. Im Übrigen werde man situativ entscheiden, sagt die Schulleiterin, die „eine gewisse Autonomie für die einzelnen Schulen“ für wünschenswert hält. Schon jetzt ist sie sicher: „Es wird keine Sitzkreise geben, es läuft auf Frontalunterricht hinaus.“

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