Mehr Mut bei ÖPNV
Bürgermeister fordern zusätzliche Schnellbuslinie

Lüdinghausen -

Mehr Mut bei Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) fordert Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann. Deshalb hat er mit seinen drei Kollegen aus den Anrainerstädten und -gemeinden kürzlich via Schreiben den Verband gebeten, das Einrichten einer Schnellbuslinie zwischen Drensteinfurt, Ascheberg, Lüdinghausen und Haltern am See nochmals wohlwollend zu prüfen.

Mittwoch, 05.08.2020, 06:02 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 06:10 Uhr
Flotter von A nach B: Die Bürgermeister (v. l.) Dr. Bert Risthaus (Ascheberg), Richard Borgmann (Lüdinghausen) und Bodo Klimpel (Haltern am See) freuen sich über die Schnellbuslinie für das südliche Münsterland.
Flotter von A nach B: Die Bürgermeister (v. l.) Dr. Bert Risthaus (Ascheberg), Richard Borgmann (Lüdinghausen) und Bodo Klimpel (Haltern am See) freuen sich über die Schnellbuslinie für das südliche Münsterland. Foto: Stadt Lüdinghausen

Bürgermeister Richard Borgmann freut sich laut städtischem Pressebericht über das große Engagement von Bund und Land zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Das Bundesverkehrsministerium hat kürzlich seinen „Masterplan Schienenverkehr“ vorgestellt. Damit soll die Zahl der Fahrgäste im Bahnverkehr bis 2030 verdoppelt werden. Kernpunkt ist der „Deutschlandtakt“, der unter anderem eine halbstündige Taktung von Fernzügen vorsieht.

Auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst setzt sich derzeit für die Stärkung des ÖPNV ein. So wurden im Dezember vergangenen Jahres 100 Millionen Euro für die Förderung von zusätzlichen Schnellbuslinien vom Land NRW eingeplant. „Dies sind hervorragende Programme, die von Bund und Land aufgelegt werden“, wird Borgmann zitiert, der gleichzeitig anmerkt, dass die Programme untereinander stärker vernetzt werden müssten. Es sei wichtig, dass viele Akteure zusammenwirken.

Wenn wir derartige Ideen für Bus und Bahn umsetzen, werden wir sicherlich mehr Leute dazu bewegen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Bürgermeister Richard Borgmann

Um die ÖPNV-Situation vor Ort zu verbessern, setzt sich Borgmann mit seinen Kollegen weiterhin für eine Schnellbuslinie zwischen Drensteinfurt, Ascheberg, Lüdinghausen und Haltern am See ein. „Unsere Intention ist es, auf dieser Strecke eine Schnellbuslinie zu errichten, um die vier Bahnhöfe untereinander zu verbinden“, erläutert der Rathaus-Chef.

Dieses Anliegen würden sogar Vertreter von Kommunen, die nicht unmittelbar an der Linie liegen, unterstützen. Beispielsweise könnten die Bürger Olfens durch eine Zubringermöglichkeit Anschluss daran bekommen. Die Schnellbuslinie würde darüber hinaus den neuen Schnellbus MX 90 zwischen Lüdinghausen und Münster optimal ergänzen. „Ab Mitte August können Reisende auf der Strecke zwischen Lüdinghausen und Münster dreimal in der Stunde hin- und herpendeln“, freut sich Borgmann.

Vom Busbahnhof in der Steverstadt bis zum münsterischen Hauptbahnhof braucht der Bus lediglich 40 Minuten. „Wenn wir derartige Ideen für Bus und Bahn umsetzen, werden wir sicherlich mehr Leute dazu bewegen, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen“, meint Borgmann. Deshalb hat er mit seinen drei Kollegen aus den Anrainerstädten und -gemeinden kürzlich via Schreiben den Verband gebeten, das Einrichten einer Schnellbuslinie zwischen Drensteinfurt, Ascheberg, Lüdinghausen und Haltern am See nochmals wohlwollend zu prüfen.

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