Waldbrandgefahr
Zweithöchste Warnstufe

Steinfurt -

Regionalförster Jan-Dirk Hubbert warnt eindringlich vor dem hitzigen Detlev und Folgen für den Wald. Das Hoch soll auch dem Münsterland am Wochenende Temperaturen bis knapp unter die 40-Grad-Marke bringen und damit dem eh schon schwer angeschlagenen Wald noch mehr zusetzen. Der sich explosionsartig ausbreitende Borkenkäfer und die seit April anhaltende Trockenheit werden für die Wälder brandgefährlich.

Donnerstag, 06.08.2020, 15:28 Uhr
Revierförster Jan-Dirk Hubbert schaut sorgenvoll auf das kommende tropenheiße Wochenende.
Revierförster Jan-Dirk Hubbert schaut sorgenvoll auf das kommende tropenheiße Wochenende. Foto: Axel Roll

Darum gelte jetzt die zweithöchste Waldbrandwarnstufe in ganz Nordrhein-Westfalen. Darum der eindringliche Appell des Försters vom Forstbetriebsbezirk Steinfurt: „Rauchen und Grillen im Wald können verheerende Folgen haben.“ Beide Aktivitäten seien verboten und könnten mit Geldbußen in Höhe von bis zu 25 000 Euro belegt werden.

Schon für das Frühjahr 2020 wurden beim Niederschlag nur insgesamt 107 mm registriert, dies entspricht 52 Prozent der üblichen Regenmenge, zitiert Hubbert eine Presseinformation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Ein Großteil dieser Niederschlagssumme gehe auf den März zurück, seit April herrscht anhaltende Trockenheit. „Zwar empfinden wir den Sommer bisher allgemein als eher durchwachsen, jedoch blieb das deutliche Niederschlagsdefizit weiter bestehen“, betont der Förster. Bereits seit April habe es eine Reihe von Waldbränden in NRW gegeben. „Daher appelliere ich an alle Waldbesucher, kleinste Brände umgehend der Feuerwehr zu melden“ so die SDW-Landesvorsitzende Marie-Luise Fasse.

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