Kommunalwahlkampf in Schapdetten
Irritation über SPD-Wahlplakat

Schapdetten -

Nein, die SPD wolle sich nicht mit fremden Federn schmücken, erklärt die Partei. Genau das hatten aber einige Mitglieder der Bürgergenossenschaft Dettener Dorfladen geargwöhnt.

Mittwoch, 12.08.2020, 05:38 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 05:51 Uhr
Dieses Plakat der SPD hat bei der Bürgergenossenschaft Dettener Dorfladen für Irritationen gesorgt.
Dieses Plakat der SPD hat bei der Bürgergenossenschaft Dettener Dorfladen für Irritationen gesorgt. Foto: SPD Nottuln

Ein Wahlplakat der SPD zur Gemeinderatswahl am 13. September hat bei einigen Mitgliedern der Schapdettener Bürgergenossenschaft zu Irritationen geführt. Auf dem Plakat wird unter dem Thema „Quer Denken“ ein Foto des Dettener Dorfladens gezeigt. Gegenüber der SPD wurde nun der Vorwurf geäußert, sie wolle sich einen Erfolg der Schapdettener Bürgerschaft zu eigen machen.

„Sinnbild für gelungenes bürgerschaftliches Engagement“

Dazu erklärt der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nottuln, Manfred Kunstlewe, in einer Pressemitteilung: „Diese Reaktion auf eines unserer Wahlplakate hat uns völlig überrascht. Es ist natürlich überhaupt nicht unsere Absicht, uns mit fremden Federn zu schmücken. Der Dettener Dorfladen ist aus unserer Sicht ein Sinnbild für gelungenes bürgerschaftliches Engagement. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch und gerade erfolgreich sein kann, wenn man die vorgegebenen Denkmuster verlässt und sich an Neues heranwagt. Deshalb wurde für das Thema ‚Quer Denken‘ ein Foto des Dorfladens ausgewählt.“

Natürlich sei der SPD bewusst, dass der Dorfladen dem ganz besonderen Engagement eines Kreises Schapdettener Bürgerinnen und Bürger sowie dem Verein „Schapdettener für Schapdetten“ und der Bürgergenossenschaft zu verdanken sei.

SPD bedauert Irritation

Mit der insgesamt aus sechs Wahlplakaten bestehenden Serie beabsichtige man, in Verbindung mit Bildern herausragender lokaler „Objekte“, in kurzen Worten auszudrücken, wofür die SPD in der Gemeinde Nottuln stehe, heißt es weiter. So enthalte die Serie beispielsweise auch ein Foto des Alten Hofes Schoppmann in Darup zum Thema „Kultur bewusst“. Auch in diesem Fall sei man sich durchaus im Klaren darüber, dass auch dieses Projekt dem herausragenden bürgerschaftlichen Engagement Daruper Bürgerinnen und Bürger zu verdanken sei, heißt es in der Pressemitteilung der SPD weiter.

In einem Meinungsaustausch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Schapdettener Bürgergenossenschaft, Dr. Michael Schwar­zenau, hat die SPD ihr Bedauern über die durch ihr Wahlplakat entstandene Irritation ausgedrückt. Die SPD hat zudem zugesagt, künftig auf Wahlwerbung mit einem Foto des Dettener Dorfladens zu verzichten.

„Wir konnten die entstandene Irritation in einem offenen Dialog sehr schnell ausräumen“, erläuterte Dr. Michael Schwarzenau abschließend. „Die Bürgergenossenschaft versteht sich als parteipolitisch neutrale Organisation – und dabei soll es unbedingt auch bleiben“.

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