Ärger an der neuen Pumptrack-Anlage
Bürgermeister: „Situation ist eskaliert“

Mittwoch, 09.09.2020, 18:42 Uhr
Am Dienstagabend war an der Margarethenstraße alles, wie es wohl von Politik und Verwaltung gewünscht wird: Im hinteren Bereich wurde gekickt, vorne drehten zwei Mountainbiker ihre rasanten Runden – wiegefordert mit Helm.
Am Dienstagabend war an der Margarethenstraße alles, wie es wohl von Politik und Verwaltung gewünscht wird: Im hinteren Bereich wurde gekickt, vorne drehten zwei Mountainbiker ihre rasanten Runden – wiegefordert mit Helm. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Klar ist, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Bahn an der Margarethenstraße bislang stark frequentieren. Eine Tatsache, die Möhrke als positiv verbuchte. Es sei „eigentlich schön, dass die Anlage so gut angenommen wird“. Doch wenn Anlieger über die damit verbundene Lautstärke klagten, ergebe sich daraus eine „schwierige Situation“.

Die Geräuschkulisse, das wurde am Dienstag in einigen Wortbeiträgen klar, hängt nicht direkt mit dem Befahren der Pumptrack zusammen. So berichtete Anne Engelhardt (Bündnis 90/Die Grünen), dass bei ihrem Besuch vor Ort rund 50 Personen auf der Anlage und dem angrenzenden Basketballfeld gewesen seien. Per Ghettoblaster sei für Musik gesorgt worden, und das „verdammt laut“.

Klaus Reiher zeigte sich „schockiert“. Der Fraktionsvorsitzende der CDU meinte, es „fehlt an vernünftigem Verhalten“ und an „Respekt“. Eine Analyse, die Andreas Kuhn, sein Gegenüber von der SPD, so nicht stehen lassen wollte. Wenn Kinder spielen, lautete seine Feststellung, hielten sie sich nicht immer an die eingeforderten Regeln. Deswegen sei er aber keineswegs geschockt, warnte Kuhn vor einer Dramatisierung.

Einig waren sich alle Redner während der Diskussion im Rat, dass das Gespräch mit den jungen Leuten gesucht werden soll. Kerstin Glindmeyer (FDP) sagte, sie würde sich wünschen, dass jemand vom Jugendzentrum das übernehme. Auch der Jugendbeirat wurde ins Spiel gebracht. Schärfere ordnungsrechtliche Maßnahmen dürfte es demnach zumindest vorerst nicht geben.

Nach übereinstimmenden Beobachtungen treten die Probleme wenn, dann nur tagsüber auf; abends herrscht offenbar weniger Betrieb auf der Anlage. Besonders schlimm soll es am Wochenende gewesen sein. Auffällig ist demnach auch, dass vor allem ältere Pumptrack-Nutzer oft keinen Helm tragen, was vorgeschrieben ist und worüber an der Anlage auf einem Schild informiert wird.

Über Vandalismus wurde in Bezug auf den Rollrasen gesprochen, der die Bahn umgibt. Dass der an einigen Stellen nicht mehr so liegt, wie gewünscht, liege aber wohl nicht daran, dass er mutwillig beschädigt wurde, sondern sei den Fahrmanövern auf der Bahn geschuldet, erklärte der Bürgermeister.

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