Weihbischof Dr. Stefan Zekorn ist jeden Abend in den Sozialen Medien vertreten
Kraft und Hoffnung per Facebook spenden

Telgte -

Jeden Abend betet Weihbischof Dr. Stefan Zekorn bei Facebook und Instagram mit Vertretern der Weltkirche.

Sonntag, 22.11.2020, 19:17 Uhr aktualisiert: 22.11.2020, 19:20 Uhr
Jeden Abend betet Weihbischof Dr. Stefan Zekorn bei Facebook und Instagram mit Vertretern der Weltkirche.
Jeden Abend betet Weihbischof Dr. Stefan Zekorn bei Facebook und Instagram mit Vertretern der Weltkirche. Foto: Bistum Münster

Der Austausch untereinander und das gemeinsame Gebet: Diese beiden Dinge sind es unter anderem, die Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in der Corona-Pandemie stärken. Bereits während des ersten Lockdown im Frühjahr hatte der Regionalbischof für Münster und die Kreisdekanate Warendorf und Coesfeld – dazu gehören auch Telgte und Ostbevern – die sozialen Medien genutzt, um jeden Abend Gedanken zu einer Bibelstelle zu teilen und mit den Usern zu beten.

Anlässlich des zweiten Lockdown hat der Bischöfliche Beauftragte für die Weltkirche im Bistum Münster die Idee erneut aufgegriffen – und ausgeweitet: Jeden Abend gibt ein anderer Vertreter der Weltkirche einen Impuls und betet mit den Menschen, die Weihbischof Zekorn bei Facebook und Instagram folgen.

„Animiert worden bin ich von den Teilnehmenden im Frühjahr, die mich gebeten haben, auch jetzt wieder so etwas anzubieten“, berichtet Zekorn. Selbst junge Menschen hätten ihm erzählt, dass sie sich regelmäßig mit einer Kerze vor ihr Handy oder ihr Tablet gesetzt und mitgebetet hätten. „Ich wollte die Impulse aber nicht auf die gleiche Art wiederholen“, sagt der Weihbischof. Im Gespräch mit Dr. Elke Kleuren-Schryvers aus Kevelaer, der Vorsitzenden der Stiftung „Aktion pro Humanität“, sei schließlich die Idee entstanden, Menschen aus dem Ausland einzuladen.

Aufgrund seiner Funktion als Beauftragter für die Weltkirche ist Zekorn gut vernetzt und hat Bekannte überall auf der Welt angeschrieben und sie um ein etwa fünfminütiges Video gebeten, das einen Impuls und ein Gebet enthält. Rückmeldungen gab es bereits aus Togo, Brasilien, Spanien, Ghana, Israel, Bosnien-Herzegowina und Mexiko. Fest eingeplant sind außerdem Beiträge aus Mauretanien und Syrien. „Welche Antworten es auf meine Anfrage sonst noch geben wird, bleibt auch für mich eine Überraschung“, sagt Zekorn.

War die Idee ein Gemeinschaftswerk, ist der Weihbischof bei der technischen Umsetzung auf sich gestellt. „Ich stehe vor einem großen Monitor in unserem Besprechungsraum und auf einem Tisch vor mir stehen mein Handy und mein Tablet“, beschreibt er. Pünktlich um 19.30 Uhr schalte er die Live-Funktion ein. Über einen Monitor im Hintergrund werden die Videos eingespielt.

Mit der täglichen Aktion möchte Zekorn anderen Kraft und Hoffnung in dieser herausfordernden Zeit geben: „Viele sind sehr verunsichert und spüren ihre Einsamkeit intensiver als sonst“, sagt er. Auch blieben mehr Menschen dem Gottesdienst fern, um Menschenansammlungen zu vermeiden. „Sie und viele andere sitzen abends allein oder zu zweit zu Hause und suchen Gemeinschaft und Stärkung durch den Glauben und das Gebet.“ Über die sozialen Medien sei das möglich. Zudem würden die Impulse aus der Weltkirche den Blick über das eigene Leben hinaus weiten: „So entsteht ein weltweites Netz des Gebetes in der Corona-Pandemie.“

Der Weihbischof ist bei Facebook unter „Stefan Zekorn“ und bei Instagram unter „zekornstefan“ zu finden. Täglich um 19.30 Uhr startet der Impuls, der anschließend noch abrufbar ist.

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