Angestellte positiv auf Corona getestet
Mensa-Team in Quarantäne

Drensteinfurt -

Wer sich am Montagmittag wie gewohnt in der Schulmensa stärken wollte, der stand vor geschlossenen Türen. Nachdem eine Angestellte am Wochenende positiv auf das Corona-Virus getestet worden war, wurde die komplette Mensa-Belegschaft unter Quarantäne gestellt.

Montag, 23.11.2020, 23:31 Uhr
Die Türen zur Schulmensa bleiben voraussichtlich für zwei Wochen geschlossen. Derzeit prüfen Stadt und Schule, ob die Verpflegung auf anderem Weg organisiert werden kann.
Die Türen zur Schulmensa bleiben voraussichtlich für zwei Wochen geschlossen. Derzeit prüfen Stadt und Schule, ob die Verpflegung auf anderem Weg organisiert werden kann. Foto: Dietmar Jeschke

Als ob das dauerhafte Tragen des Mund-Nase-Schutzes nicht schon genug wäre, mussten die Teamschüler am Freitag nun auch noch frieren. Wie berichtet, hatte die große, in der Dreingau-Halle installierte Heizung kurzerhand ihren Dienst quittiert. Doch ein Unglück kommt bekanntlich selten allein – Verpflegung gab es nämlich zum neun Unterrichtsstunden umfassenden Wochenstart am Montag auch nicht. Wie Schulleiterin Anja Sachsenhausen am Sonntagabend per Handy über die jeweiligen Elterngruppen mitteilen ließ, gab es „im Umfeld der Mensa eine positive Testung auf das Covid-19-Virus“. Bis man weitere Informationen seitens des Gesundheitsamtes des Kreis Warendorf habe, müsse man die Mensa daher zunächst vorsorglich schließen.

Wie Bürgermeister Carsten Grawunder am Montag auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, wurde eine Beschäftigte der Mensa am Sonntag über ihren positiven Test informiert. Mit der Folge, dass auch das übrige Mensa-Personal, zu dem die Betroffene während der Pausen auch ohne Mund-Nase-Schutz Kontakt hatte, unter Quarantäne gestellt wurde. Zwei dieser Personen, so Grawunder, hätten zwischenzeitlich zudem selbst leichte Infektionssymptome.

Am Montagnachmittag informierte Schulleiterin Anja Sachsenhausen schließlich die Eltern, dass die Mensa für voraussichtlich zwei Wochen geschlossen bleibt. „Zusammen mit dem Schulträger überprüfen wird, ob es möglich ist, auf einem anderen Weg die Mittagsversorgung sicherzustellen“, so Sachsenhausen. „Bis dahin geben Sie Ihrem Kind bitte ausreichend Verpflegung mit in die Schule.“

Was die defekte Heizungsanlage betrifft, so soll der alte Kessel übrigens am heutigen Dienstag abgebaut werden. Die neue Anlage soll dann am Mittwoch eingebaut und angeschlossen werden. „Läuft alles nach Plan, dann könnte die Heizung vielleicht schon am Donnerstag wieder laufen“, ist Carsten Grawunder optimistisch. Und damit bis dahin kein Schüler weiter frieren muss, wurde der vom Ausfall betroffene ehemalige Realschulbau am Montag komplett geräumt. Die Schüler wurden kurzerhand auf die Klassen- und Fachräume im Hauptschulaltbau verteilt. Was bedeutet, dass die sonst übliche Differenzierung einstweilen nur mit Einschränkungen möglich ist.

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