„Huhn on Tour“ im Heinrich-Roleff-Haus
Federvieh sorgt im Seniorenzentrum für Gesprächsstoff

Borghorst -

Vier gackernde Hühner waren für zwei Wochen besondere Gäste im Seniorenzentrum Heinrich-Roleff-Haus an der Rubensstraße in Borghorst. Die handzahmen Legehennen haben die Herzen der Bewohnerinnen schnell erobert.

Mittwoch, 02.12.2020, 17:27 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 18:00 Uhr
„Huhn on Tour“ im Heinrich-Roleff-Haus: Federvieh sorgt im Seniorenzentrum für Gesprächsstoff
Haben sichtlich Freude an den Hühnern: Bewohnerin Ingeborg Hähnel und Pflegekraft Annett Deuker Foto: Heinrich-Roleff-Haus

Vier gackernde Hühner waren für zwei Wochen besondere Gäste im Seniorenzentrum Heinrich-Roleff-Haus an der Rubensstraße in Borghorst. Die handzahmen Legehennen haben die Herzen der Bewohner schnell erobert. Ihr eigenes mobiles Heim inklusive Hühnerstall mit Tränke, Futterspender und Zaun hatten sie gleich mitgebracht und auf diese Weise den Garten hinter dem Haus der Senioreneinrichtung belebt. Vielen älteren Menschen ist das Halten von Hühnern im eigenen Garten oder auf dem Bauernhof für den Eigenbedarf noch sehr vertraut.

„Wir wollten für unsere dementen Bewohnerinnen ein Angebot mit Tieren machen“, erklärt Wohnbereichsleiterin Anja Kottig. In einer Fernsehsendung hatte Annett Deuker, Mitarbeiterin des Wohnbereichs, einen Bericht über „Huhn on Tour“ aus Lünen gesehen. Sie erzählte ihren Arbeitskolleginnen davon. Alle seien sofort begeistert von der Idee gewesen und wollten das Vorhaben gleich in die Tat umsetzen. Die Organisation und Leitung hat daraufhin Annett Deuker übernommen. Sie ist auch privat eine engagierte Tierliebhaberin.

Hühnersuppe und Eierlikör als Rahmenprogramm

„Die Hühner beleben den Alltag der Senioren. Es gibt was zu sehen, wenn die Hühner scharren und picken und wenn sie gefüttert werden. Das sorgt für Gesprächsstoff. Die zahmen Hennen können auf den Schoß genommen und gestreichelt werden“, führt Anja Kottig weiter aus. Der direkte Kontakt zu den Hühnern ist für die Menschen mit Demenz eine große Bereicherung, denn die Tiere begegnen ihnen auf eine unmittelbare Weise und sprechen zuallererst die Sinne und die Gefühle an.

Ein Rahmenprogramm zum Thema „Hühner“ hatte Betreuungsassistentin Susanne Potthoff ausgearbeitet. So wurde unter anderem Hühnersuppe gekocht, Eierlikör gekostet und Geschichten rund ums Federvieh erzählt. Die wichtigsten Fragen des Tages waren immer: „Haben die Hühner schon Eier gelegt, und wie viele?“ Meistens waren es sogar vier. Die liebgewonnenen Gäste waren zum Bedauern der Bewohner nur vorübergehend in der Einrichtung. Alle hoffen auf ein Wiedersehen – vielleicht im kommenden Jahr.

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