Verdacht der illegalen Beschäftigung
Große Razzia bei Zeitarbeitsfirma

Kreis Warendorf -

In Oelde, Ennigerloh und Warendorf wurden Privatwohnungen und Arbeitnehmer-Unterkünfte durchsucht. Im Visier haben die Unternehmer eine Zeitarbeitsfirma – wegen illegaler Beschäftigung.

Donnerstag, 03.12.2020, 19:04 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 16:13 Uhr
Verdacht der illegalen Beschäftigung: Große Razzia bei Zeitarbeitsfirma
Foto: dpa

Wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung hat es am Donnerstag eine Razzia von Zoll und Polizei im Kreis Warendorf gegeben – durchsucht wurden dabei Privatwohnungen in Warendorf sowie Arbeitnehmer-Unterkünfte in Ennigerloh und Oelde.

Leiharbeiter aus der Ukraine wurden mit falschen Dokumenten ausgestattet.

Manfred Botzenhardt

Ermittelt wird unter anderem gegen eine Frau und einen Mann aus dem Kreis Warendorf sowie gegen einen weiteren Mann aus Harsewinkel im Kreis Gütersloh. Die beschuldigte Frau soll Geschäftsführerin einer Zeitarbeitsfirma im Kreis Warendorf sein. „Die Geschäftsführerin hatte Verbindungen in die Ukraine. Ihr wird vorgeworfen, ukrainische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust und sie dann mit falschen Dokumenten ausgestattet zu haben“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Nachfrage. Die gefälschten Dokumente hätten vorgetäuscht, die Beschäftigten seien EU-Bürger und besäßen damit eine Arbeitserlaubnis. Dem sei aber nicht so. Trotzdem sollen die Beschäftigten als Leiharbeiter in verschiedenen Firmen eingesetzt worden sein – auch in der Fleischbranche

Bei den Durchsuchungen in Warendorf, Oelde und Ennigerloh seien verschiedene Dokumente sichergestellt worden, diese müssten jetzt erst einmal ausgewertet werden, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen richten sich gegen ein Unternehmen, unter dessen Dach offenbar mehrere Zeitarbeitsfirmen zusammengefasst sind.

Mitarbeiter vom Hauptzollamt Münster und den Kreispolizeibehörden Warendorf und Gütersloh waren im Einsatz.

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