Betäubungsmittel-Prozess
Beihilfetat landet vor dem Gericht

Everswinkel -

Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wurde einem 32-jährigen Mann aus Horstmar vor dem Amtsgericht Warendorf gestern vorgeworfen. Und das in Tateinheit mit dem Besitz von Betäubungsmittel in nicht geringer Menge und mit dem unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln.

Freitag, 11.12.2020, 06:12 Uhr aktualisiert: 11.12.2020, 06:20 Uhr
Vor dem Warendorfer Amtsgericht wurde die Tat eines Horstmarers in Everswinkel verhandelt.
Vor dem Warendorfer Amtsgericht wurde die Tat eines Horstmarers in Everswinkel verhandelt. Foto: Klaus Meyer

Zum Hintergrund: Dem Horstmarer wurde vorgeworfen, am 18. Juni 2019 gegen 19 Uhr eine Kurierfahrt mit zwei Kilogramm Marihuana im Kofferraum von Nottuln nach Everswinkel getätigt zu haben. Hierfür soll er mit 135 Euro entlohnt worden sein. Bei einer Wohnungsdurchsuchung des Angeklagten wurden zudem rund 20 Gramm Marihuana gefunden. Der Angeklagte zeigte sich im vollen Umfang geständig und bestätigte sowohl die getätigte Kurierfahrt wie auch den Besitz des Marihuanas, wobei er betonte, dass es sich um vergessene Restbestände gehandelt habe.

Die Tat wurde im Rahmen einer Ermittlung gegen einen Betäubungsmittelring entdeckt. Dort wurden Betäubungsmittel im großen Stil aus den Niederlanden eingeschmuggelt. Im Rahmen der Untersuchungen in Münster stellten Wissenschaftler fest, dass der THC-Gehalt des Marihuanas bei 15,7 Prozent lag.

Der angestellte Galabauer wurde für die Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt. Zusätzlich muss der Angeklagte in 15 Monatsraten zu je 100 Euro an eine Drogenberatungsstelle zahlen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Anklage in den weiteren Punkten eingestellt.

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