Mehrere Verfolgungsjagden am Wochenende
Raser machen Polizisten rasend

Münsterland -

Am Neujahrs-Wochenende musste die Polizei gleich mehrere Raser verfolgen: In Rheine, Emsdetten und Warendorf fuhren die Autofahrer deutlich über der Tempogrenze, in Ibbenbüren flüchtete ein 27-Jähriger und versuchte erfolglos, sich mit seinem Opel auf einem Gehöft zu verstecken.

Montag, 04.01.2021, 20:55 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 20:58 Uhr
Mehrere Verfolgungsjagden am Wochenende: Raser machen Polizisten rasend
In Warendorf ist eine 36-Jährige mit 160 Sachen durch eine Tempo-70-Zone gerast, in Ibbenbüren flüchtete ein Autofahrer vor der Polizei. Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler

Polizisten im Münsterland hatten am Wochenende viel mit rasenden Autofahrern zu tun. In Ibbenbüren wollten Beamte einen 27-Jährigen aus Lotte am Sonntagmorgen (3. Januar)  um 1.05 Uhr in seinem Opel Vectra überprüfen. Als er das bemerkte, versuchte er zu flüchten. Dabei schaltete er laut Polizei mehrmals das Licht aus und überquerte Hauptstraßen, ohne auf andere Autos zu achten.

Die Polizisten – inzwischen verstärkt von einem zweiten Streifenwagen – verloren den Lotter zwei Mal aus den Augen, weil er so schnell war, entdeckten aber, wie er sich auf einem Gehöft in Tecklenburg zu verstecken suchte. Als er sich weigerte, die Autotür zu öffnen, schlug ein Beamter die Scheibe der Fahrertür ein, zog ihn mit seinen Kollegen erst aus seinem Wagen und damit aus dem Verkehr. Warum der Mann flüchtete, ist unklar. Unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand er offenbar nicht.

Fahranfänger rast in der Probezeit

In Rheine stoppte die Polizei zwei 18-Jährige in einem Golf , nachdem sie sie drei Runden auf dem Ring verfolgt hatte. Sie seien bis zu 110 Stundenkilometer schnell gewesen, an roten Ampeln habe der Fahrer immer wieder den Motor aufheulen lassen, um dann mit durchdrehenden Reifen anzufahren. Er habe ständig die Fahrstreifen gewechselt und sei geradeaus gefahren, obwohl er sich rechts eingeordnet hatte. Der Fahrer entpuppte sich als Anfänger in der Probezeit.

Emsdettener landet im Graben

In Emsdetten gab ein Fahrer Gas, als Beamte seinen mit laufendem Motor und eingeschaltetem Licht geparkten Seat kontrollieren wollten. In einer scharfen Rechtskurve verlor er die Kontrolle über sein Auto, drehte sich um die eigene Achse, knickte ein Schild um und kam in einem Graben zum Stillstand. Vorher war er laut Polizei bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell. Der 32-jährige Fahrer hatte offenbar Drogen genommen. Außerdem konnte er nur einen ausländischen Führerschein vorweisen.

In Warendorf ist eine 36-Jährige mit 160 Sachen durch eine Tempo-70-Zone gerast. Ein Streifenwagen habe die Fahrt am Silvesterabend gefilmt, teilte die Polizei am Montag mit.

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