Corona im Altenheim
14 Bewohner und sieben Mitarbeiter in Maria Rast positiv getestet

Telgte -

Vor einer Woche tauchte der erste Corona-Fall im Altenheim Maria Rast auf. Inzwischen wurden 13 weitere Bewohner sowie sieben Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Inzwischen wurden in der Einrichtung zwei gesonderte Bereiche für die Infizierten geschaffen.

Dienstag, 05.01.2021, 16:47 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 17:41 Uhr
Schon beim ersten Lockdown musste Leiterin Karen Ohlmeyer ein Besuchsverbot aussprechen. Wegen des Corona-Ausbruchs dürfen nun bis zum 13. Januar keine Gäste ins Haus.
Schon beim ersten Lockdown musste Leiterin Karen Ohlmeyer ein Besuchsverbot aussprechen. Wegen des Corona-Ausbruchs dürfen nun bis zum 13. Januar keine Gäste ins Haus. Foto: Michael Bönte

Im Altenheim Maria Rast sind 14 Bewohner und sieben Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. „Allen geht es so weit gut“, berichtete Leiterin Karen Ohlmeyer. Bei einigen zeigten sich lediglich Erkältungssymptome und Temperatur.

Bestätigt wurden die positive Fälle auch vom Kreis Warendorf. Die WTG-Behörde des Kreises Warendorf hat ein generelles Besuchsverbot bis zum 13. Januar und einen Aufnahmestopp verhängt.

Positiver Corona-Test bei Kurzzeitpflegegast

Entdeckt wurde der erste Covid-19-Fall vor einer Woche bei einem Kurzzeitpflegegast. Die Dame war mit einem negativen Ergebnis zurück ins Haus gekommen. Die Corona-Schutzverordnung sieht aber vor, dass nach sechs Tagen ein zweiter Test notwendig ist. Und eben dieser fiel positiv aus. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, weil sie Symptome zeigte.

„Daraufhin haben wir sofort angefangen, neben den normalen Tests alle Bewohner nochmals zu testen“, berichtet die Heimleiterin. Alle Bewohner und Mitarbeiter wurden innerhalb von zwei Tagen zwei Mal getestet. Mehrere Ergebnisse fielen positiv aus. Ein erster Infektionsbereich wurde eingerichtet, in dem neun Personen untergebracht wurden. Dafür mussten andere Bewohner ihre Zimmer räumen.

Seit Dienstag gibt es einen zweiten Infektionsbereich. Fünf weitere Positiv-Fälle sind hinzugekommen, die auf dieser Station isoliert betreut werden.

Stand der Impfungen

Im Kreis Warendorf sind, wie die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes berichtet, in der Zeit vom 27. Dezember bis 4. Januar 1032 Menschen – Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – in sieben Pflegeeinrichtungen geimpft worden. In 13 weiteren Einrichtungen seien in dieser Woche etwa 1900 weitere Impfungen geplant.

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Infiziertes Personal in Quarantäne

Da sich auch sieben infizierte Mitarbeiter in häusliche Quarantäne begeben mussten, fehlt der Einrichtung natürlich auch Personal. Trotzdem funktioniere es irgendwie, „weil alle tun, was sie können. Alle fassen mit an“, so Karen Ohlmeyer. Schwierig werde es auch deshalb, weil in jedem Infektionsbereich eigene Teams arbeiten müssten, die mit den anderen Mitarbeitern und Bewohnern nicht in Kontakt kommen dürften.

Eine Aufgabe der Verwaltung ist es in diesen Tagen, Angehörige zu informieren und zu beruhigen. Doch dabei würden den Verantwortlichen auch Vorwürfe gemacht, weshalb es überhaupt zu dem Corona-Ausbruch kommen konnte.

Mehr hätten wir nicht machen können. Mehr konnten wir nicht aufpassen.

Karen Ohlmeyer, Leiterin Altenheim Maria Rast

„Aber mehr hätten wir nicht machen können. Mehr konnten wir nicht aufpassen“, ist sich Karen Ohlmeyer sicher. „Die Dame ist schließlich negativ getestet eingezogen.“ Um mögliche weitere Infektionen schnell zu entdecken, wird unter den Bewohnern und der Belegschaft weiter täglich getestet.

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