Erneute Bewerbung für Landesgartenschau?
CDU denkt an zweiten Anlauf

Warendorf -

Die Verwaltung soll die erneute Bewerbung um die Ausrichtung einer Warendorfer Landesgartenschau prüfen. Das beantragt die CDU-Fraktion.

Donnerstag, 07.01.2021, 11:39 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 15:04 Uhr
Unter anderem die Entwicklung des Brinkhausgeländes könnte die Bewerbung um die Ausrichtung einer Landesgartenschau womöglich stützen, glaubt die CDU-Fraktion.
Unter anderem die Entwicklung des Brinkhausgeländes könnte die Bewerbung um die Ausrichtung einer Landesgartenschau womöglich stützen, glaubt die CDU-Fraktion. Foto: Joke Brocker

Sollte sich die Stadt Warendorf um die Landesgartenschau 2026 oder 2029 bewerben? Einen entsprechenden Prüfauftrag hat die CDU-Ratsfraktion Warendorf jetzt an Bürgermeister Peter Horstmann gerichtet. „Wir sind überzeugt, dass die Ausrichtung einer Landesgartenschau die Entwicklung unserer Stadt positiv beeinflussen kann“, sagt Andrea Blacha als stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Gleichwohl dürfe man gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und drohenden Einbrüchen bei den städtischen Steuereinnahmen sowie dem anspruchsvollen Investitionspaket für die nächsten Jahre die finanziellen Risiken einer solchen Veranstaltung nicht aus dem Blick verlieren.

Wenn wir uns bewerben, wollen wir es auch richtig machen.

Peter Steinkamp

„Wenn wir uns bewerben, wollen wir es auch richtig machen und Warendorf von seiner besten Seite präsentieren“, sagt Peter Steinkamp, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Er selbst erinnere sich noch gut an die von der gesamten Bürgerschaft und heimischen Wirtschaft getragene Bewerbung um die Landesgartenschau 2017: „Trotz einer überzeugenden Vorstellung hat sich Bad Lippspringe knapp gegen uns durchgesetzt.“

Aus Sicht der heimischen Christdemokraten stehen die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung nun so gut wie nie zuvor. Zum einen dürfen sich die Kommunen aus dem Gebiet des Regionalverbandes Ruhr mit Blick auf die zeitliche Nähe zur „Internationalen Gartenbauausstellung Metropole Ruhr 2027“ nicht bewerben.

Zum anderen haben Rat und Verwaltung in den vergangenen Monaten mit der Verabschiedung der „Warendorfer Position“ zur Zukunft der Emsinsel und der Renaturierung der Ems Dinge auf den Weg gebracht, die das Gesicht der Stadt in den nächsten Jahren grundlegend verändern werden. Zudem befinde sich das integrierte Stadtentwicklungskon­zept in der Umsetzungsphase und werde die Altstadt in neuem Glanz strahlen lassen.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen hebt uns von anderen Kommunen ab.

Andrea Blacha

„Das Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen hebt uns von anderen Kommunen ab und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Bewerbung um die Landesgartenschau“, so An­drea Blacha.

Da die Bewerbungsfrist für die Landesgartenschau 2026 im Herbst 2021 ende, wolle die CDU-Ratsfraktion für eine Entscheidungsfindung keine Zeit mehr unnötig verstreichen lassen. Eine Bewerbung sei zeitlich zwar ambitioniert, aber durchaus möglich. „Wenn die Warendorfer gerufen werden, sind sie zur Stelle.“

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