Kampagne gegen Bürokratie
Weniger Vorschriften mehr Vertrauen

Kreis Warendorf -

Das Handwerk und die Banken gehen Hand in Hand, wenn es um eine Kampagne gegen Bürokratie und Überreglementierung geht. „Bürokratie. Nein Danke!“ – so lautet das Stichwort für zahlreiche neue Kurzfilme.

Donnerstag, 14.01.2021, 16:30 Uhr
Mit überspitzten und humorvollen Darstellungen von Beispielen überbordender Bürokratie wird die neue Kampagne begleitet.
Mit überspitzten und humorvollen Darstellungen von Beispielen überbordender Bürokratie wird die neue Kampagne begleitet. Foto: KH

Nach der Kampagne gegen Bürokratie und Überreglementierung im NRW-Landtagswahljahr 2017 legen die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und heimische Kreditinstitute jetzt noch einmal nach. Unter dem Hashtag #einfachmachen sagen Handwerk und Banken mit Blick auf die Bundestagswahlen in 2021: „Bürokratie. Nein Danke!“ und machen dies mit der überspitzten und humorvollen Darstellung von Beispielen überbordender Bürokratie in kurzen Filmen deutlich.

Sie sind damit Teil der Initiative des Handwerks, der Politik Beispiele zu nennen und Vorschläge zum Bürokratieabbau zu unterbreiten. In einer umfangreichen Sammlung, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zusammengestellt hat, werden Vorschläge aus dem Handwerk gemacht, um Freiräume für die Betriebe zu schaffen.

Dabei richtet sich die Kampagne nicht per se gegen Ordnung, Gesetze und Regeln, denn die sind in einer Gesellschaft unabdingbar. Das zeigt sich einmal mehr im Zusammenhang mit der Pandemie. Wogegen man sich zur Wehr setzt, ist das Übermaß an Bürokratie und Vorschriften, die die Betriebe bis zur Existenzgefährdung blockieren.

Gegen ein Übermaß an Bürokratie und Vorschriften

Die Kreishandwerkerschaft weist darauf hin, dass in einigen Handwerksbranchen 40 Prozent des Arbeitstages für das Erstellen von Statistiken und Dokumentationen aufgebracht werden. Bei den heimischen Kreditinstituten ist die Situation nicht weniger dramatisch. Als Folge der Finanzkrise sieht man sich hier gezwungen, Kunden mit einer Informations- und Papierflut zu überschwemmen.

Neun kurze, rund zweieinhalb minütige Filme zeigen mit dem Münsteraner Schauspieler Christoph Tiemann – unterstützt von Innungsbetrieben und Mitarbeitern der Volksbanken – den bürokratischen Wahn-sinn in Handwerksbetrieben und Kreditinstituten auf, der eben nicht nur diese trifft, sondern auch den Kunden.

Erreichen will man mit der Initiative die Öffentlichkeit wie auch die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft. „Wir wünschen uns ein Weniger an Vorschriften und ein Mehr an Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen“ erklärt KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner für das Handwerk. Unterstützt wurde er bei der Realisierung federführend von Dietmar Dertwinkel, Regionaldirektor Süd der Volksbank Münsterland Nord eG. Weitere Partner dieses Projekts waren unter anderem die Volksbank eG im Kreis Warendorf sowie die Sparkasse Münsterland Ost. Das Projekt macht deutlich, dass durch das Ziel nicht nur die eigene Entlastung von Überreglementierung verfolgt wird, sondern auch der Schutz der Kunden, ohne diese durch einen Wust an Formularen und Informationen zu verunsichern und zu bevormunden.

Fazit vom Handwerk und von den Banken: „Regeln nützen, Überreglementierung schadet. Deshalb: Bürokratie. Nein Danke!“ Die Beispielfilme finden sich unter

   

Nachrichten-Ticker