Seit den 1960er Jahren nur noch eine Ruine
Informationen zur Mühle gesucht

Ostbevern -

In der Dorfbauerschaft nahe des neu angelegten Kreisverkehrs in Richtung Brock stand einst eine Mühle. Erbaut wurde sie 1819. In den 1960er Jahren war nur noch eine Ruine übrig. 1968 wurde vom Kreisbauamt angeordnet, dass die Überreste entfernt werden mussten.

Sonntag, 24.01.2021, 15:20 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 18:50 Uhr
Seit den 1960er Jahren nur noch eine Ruine: Informationen zur Mühle gesucht
Foto: privat

Dass in der Dorfbauerschaft nahe des neu angelegten Kreisverkehrs Richtung Brock mal eine Mühle stand, dürften vermutlich nur wenige Ostbeverner wissen. Dabei hat sie für viele Landwirte eine wichtige Rolle gespielt. Im Buch „Ostbevern in alten Ansichten“ allerdings ist durchaus etwas Wissenswertes dazu zu finden.

Erbaut wurde das Gebäude 1819 vom Gastwirt und Posthalter Ewens. Etwa 50 Jahre später kaufte Bauer Frönd das Grundstück und die Mühle, die fortan für die hiesigen Bauern das Getreide mahlte. So bekam sie die Bezeichnung „Frönds Mühle“. Etwa 100 Pferdestärken betrieben die großen Zahnräder aus Holz für die zwei Schrotgänge.

Aufgrund der zunehmenden Technisierung rechnete sich das Kornmahlen durch Windmühlen nicht mehr, so dass die Gebäude nicht mehr genutzt wurden und allmählich verfielen. Im Jahr 1912, und damit knapp 100 Jahre nach der Erbauung, nahm man die Flügel ab und ersetzte deren Funktion durch einen Motorbetrieb. Als auch dieser eingestellt wurde und das Gebäude wieder ohne Nutzen war, wurden die oberen Stockwerke der ursprünglich viergeschossigen Mühle abgetragen. Auch Witterungseinflüsse sorgten dafür, dass in den 1960er Jahren nur noch eine Ruine an das ehemals ansehnliche Gebäude erinnerten. Dass die damals noch vorhandenen Reste entfernt werden mussten, ordnete 1968 das Kreisbauamt an.

Soviel zu den Informationen, die dem Buch von Eugen Kotte zu entnehmen sind. Wer mehr zu „Frönds Mühle“ weiß, darf sich gerne für eine weitere Berichterstattung an die Redaktion wenden. In der Ausgabe am kommenden Samstag wird über Johannes Siemann zu lesen sein, der den Abbruchmaterialien der Mühle ein neues Leben als außergewöhnliches Mobiliar schenkte. Infos können unter redaktion.tel@wn.de eingesandt werden.

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