Großalarm in Beckum
Ein Toter und neun Verletzte durch mutmaßlichen Gasunfall

Beckum -

In Beckum ist in der Nacht zu Samstag ein 36-jähriger Mann offenbar durch Kohlenmonoxid ums Leben gekommen. Sieben weitere Hausbewohner sowie zwei Polizeibeamte wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich in einer Unterkunft von Arbeitnehmern aus der Fleischindustrie.

Samstag, 06.02.2021, 12:30 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 12:33 Uhr
Großalarm in Beckum: Ein Toter und neun Verletzte durch mutmaßlichen Gasunfall
Der Bereich um das Haus in der Beckumer Kalkstraße wurde durch die Polizei weiträumig abgesperrt. Foto: Max Lametz

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wurde die Polizei um 00:53 Uhr über einen Rettungseinsatz in der Kalkstraße informiert. Polizeibeamte befanden sich in der Nähe und trafen in einem Haus auf eine leblose Person. Sie begannen sofort mit der Reanimation. Beim Eintreffen der Rettungskräfte lösten deren Kohlenmonoxid-Warnmelder aus, sodass alle Anwesenden umgehend das Gebäude verlassen mussten. Zudem wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert und das Gebäude abgesperrt.

Feuerwehrkräfte, die das Haus unter Atemschutz betraten, entdeckten Gasflaschen, die möglicherweise zur Beheizung des Gebäudes genutzt worden waren. Die Vermutung, dass Kohlenmonoxid die Ursache für die Ohnmacht des 36-jährigen Mannes war, lag somit für die Einsatzkräfte nahe.

Der 36-Jährige verstarb trotz der Reanimationsversuche noch vor Ort. Neun weitere Personen wurden durch Rettungskräfte versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Darunter befanden sich auch zwei Kinder im Alter von fünf Monaten und eineinhalb Jahren sowie der Polizeibeamte und seine Kollegin aus Beckum, die mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen hatten. Die beiden Beamten konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Kriminalpolizei ermittelt

Der Grad der Verletzungen der anderen Betroffenen, deren Identitäten und insbesondere die Ursache des Unglücks sind Gegenstand der weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Mit Ergebnissen ist nach Polizeiangaben frühestens in der kommenden Woche zu rechnen, da eventuell Sachverständigengutachten eingeholt werden müssen und die genaue Todesursache des Verstorbenen gerichtsmedizinisch untersucht werden muss.

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